29 June 2026, 10:24

Massenrücktritt im Mittelstandsverband Hof erschüttert die CSU-Basis

Löst sich die Mittelstandsunion auf? Vorstand im bayerischen Bezirk tritt zurück

Massenrücktritt im Mittelstandsverband Hof erschüttert die CSU-Basis

Der gesamte Vorstand des Mittelstandsverbands im bayerischen Landkreis Hof ist zurückgetreten. Fünf Vorstandsmitglieder sowie eine bekannte lokale Führungspersönlichkeit haben die Organisation und die CSU aus Protest verlassen. Ihr Schritt markiert einen tiefgreifenden Umbruch innerhalb der Vereinigung.

Cornelia und Yvonne Jeschek, Doris Wirth-Narr, Claus Hofmann und Sascha Rödel legten ihre Ämter nieder. Sie sahen sich nicht mehr in der Lage, die Interessen des Mittelstands glaubwürdig unter dem Dach der CSU zu vertreten. Zu ihren Kritikpunkten zählten die Rentenpolitik, übermäßige Bürokratie sowie steigende Kosten für Unternehmen.

Auch Michael Kretzer, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des Mittelstandsverbands in Oberfranken und Leiter der Kreisgruppe Hof, trat zurück. Er warf der CSU vor, den Kontakt zu den Mitgliedern und den wirtschaftlichen Realitäten verloren zu haben. Die Vorstandsmitglieder fühlten sich mit ihrem Fachwissen und ihren praktischen Rückmeldungen ignoriert – zugunsten von Machtkalkül.

Ihre Frustrationen beschränkten sich nicht auf lokale Themen, sondern betrafen auch Entscheidungen auf regionaler und Landesebene. Als endgültigen Grund für ihren Austritt nannten sie den mangelnden Einfluss innerhalb des Mittelstandsverbands.

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Die Rücktritte unterstreichen die Spannungen zwischen dem Mittelstandsverband und der CSU. In der Kreisgruppe Hof sind nun Schlüsselpositionen verwaist. Die ehemaligen Mitglieder haben damit tiefgreifende Unzufriedenheit mit der Ausrichtung der Organisation zum Ausdruck gebracht.

Quelle