Mainz rettet günstige Schülerfahrkarten – doch die Finanzierung bleibt offen
Karl-Peter MöchlichenMainz rettet günstige Schülerfahrkarten – doch die Finanzierung bleibt offen
Mainz hat eine vorübergehende Lösung gefunden, um die ermäßigten Schülerfahrpreise im Busverkehr bis Ende 2026 bezahlbar zu halten. Die Einigung verhindert eine Preiserhöhung, durch die sich die Kosten für rund 3.500 Familien verdoppelt hätten. Stadtvertreter, Verkehrsunternehmen und politische Verantwortliche erarbeiteten gemeinsam eine Lösung, nachdem die Landesförderung im vergangenen Jahr gestrichen worden war.
Das vergünstigte Schülerticket war in Gefahr geraten, nachdem die rheinland-pfälzische "Kenia-Koalition" (SPD, Grüne, FDP) die Mittel während der Haushaltsverhandlungen gekürzt hatte. Ohne Gegenmaßnahmen wäre der monatliche Fahrpreis – derzeit 31 Euro – stark angestiegen. Betroffen wären Schüler gewesen, die zwar innerhalb von vier Kilometern von ihrer Schule wohnen, aber dennoch auf Busse angewiesen sind.
Die Stadt Mainz, die Mainzer Stadtwerke (MSW) und die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) einigten sich darauf, die aktuellen Preise beizubehalten: 365 Euro für ein Jahresticket und 31 Euro pro Monat. Wie die Finanzierungslücke geschlossen werden soll, blieb offen. Die SPD schlug vor, zusätzliche Einnahmen aus höheren Anwohnerparkgebühren für die Förderung des Programms zu nutzen.
Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen forderte eine dauerhafte Lösung auf Landesebene. Unterdessen plant die Stadt, sich im frühen Sommer mit allen Beteiligten zu treffen, um langfristige Optionen für die Zeit ab 2027 zu erörtern.
Die Vereinbarung sichert, dass es vorerst keine Preiserhöhung für Schüler gibt, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Die Gespräche im nächsten Sommer werden entscheiden, ob die Subventionen über 2026 hinaus fortgeführt werden. Bis dahin können Familien in Mainz das ermäßigte Ticket zum bisherigen Preis weiter nutzen.






