Mainz regelt Public Viewing der WM 2026 mit strengen Lärm- und Zeitvorgaben
Karl-Peter MöchlichenMainz regelt Public Viewing der WM 2026 mit strengen Lärm- und Zeitvorgaben
Stadtverordnetenversammlung Mainz führt neue Regeln für öffentliche Übertragungen der FIFA-WM 2026 ein
Die Stadt Mainz hat verbindliche Vorschriften für öffentliche Übertragungen der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erlassen. Die Regelungen gelten für Open-Air-Übertragungen in Bars, Restaurants und öffentlichen Plätzen während des Turniers. Veranstalter müssen künftig spezifische Vorgaben zu Zeiten, Lärmbelastung und Öffnungszeiten einhalten.
Das Turnier findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026 statt, wobei viele Spiele aufgrund der Zeitverschiebung zwischen Deutschland und den Gastgeberländern in Mitteleuropäischer Zeit spätabends oder nachts beginnen. Der Stadtrat hat daher unterschiedliche Sperrzeiten für die Übertragungen festgelegt: Während der Gruppenphase sind Public Viewings für Spiele mit Anpfiff bis 22:00 Uhr erlaubt. Ab dem Achtelfinale und in der Finalrunde darf der letzte Anpfiff um 21:00 Uhr liegen.
Gaststätten, die Übertragungen zeigen, dürfen ihre Öffnungszeiten verlängern, um die späten Spiele zu berücksichtigen. Allerdings müssen sie Maßnahmen ergreifen, um Lärmbelästigungen für Anwohner zu minimieren. Die Verordnung sieht zudem Ausnahmen von den üblichen Lärmschutzbestimmungen vor – allerdings nur für genehmigte Open-Air-Übertragungen.
Der vollständige Wortlaut des Allgemeinverfügung ist online abrufbar und richtet sich an alle, die öffentliche Übertragungen planen.
Die neuen Regelungen sollen den Genuss der Weltmeisterschaft für die Öffentlichkeit mit Rücksicht auf die lokale Nachbarschaft in Einklang bringen. Open-Air-Übertragungen sind demnach auf Spiele mit Anpfiff vor 22:00 Uhr in der Gruppenphase und vor 21:00 Uhr in den späteren Turnierphasen beschränkt. Veranstalter profitieren zwar von verlängerten Öffnungszeiten, müssen jedoch sicherstellen, dass es zu möglichst geringen Störungen kommt.






