Lufthansa erhöht Zuschläge wegen Iran-Konflikt und steigender Kerosinpreise
Sami RöhrichtLufthansa erhöht Zuschläge wegen Iran-Konflikt und steigender Kerosinpreise
Die Lufthansa Group hat ihren "Internationalen Zuschlag" erhöht, um die steigenden Kosten im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt auszugleichen. Zudem belasten die Fluggesellschaft höhere Ausgaben durch unterbrochene Flugrouten und veränderte Reisebedürfnisse. Um die Risiken durch schwankende Spritpreise zu begrenzen, setzt das Unternehmen auf eine langfristige Absicherungsstrategie.
Die Gruppe kauft einen Großteil ihres Kerosins bereits weit im Voraus ein. Mit dieser Vorgehensweise werden die Preise frühzeitig festgeschrieben, um plötzliche Preissprünge zu vermeiden. Aktuell sind bereits etwa 80 Prozent des für 2026 benötigten Treibstoffs gesichert, sowie 40 Prozent für das Jahr 2027.
Der Absicherungsplan erstreckt sich über 24 Monate und zielt darauf ab, sechs Monate vor dem Verbrauch eine Deckung von 85 Prozent zu erreichen. Diese Methode hilft, die Kosten trotz Marktschwankungen zu stabilisieren.
Der Flugbetrieb ist durch Kriegsgebiete komplexer geworden, was zu Stornierungen und Umleitungen führt. Diese Störungen treiben die Ausgaben der Gruppe zusätzlich in die Höhe. Gleichzeitig haben sich die Reisegewohnheiten verändert, wodurch die Nachfrage nach bestimmten Zielen gestiegen ist – was sich wiederum auf die Ticketpreise auswirkt.
Die Lufthansa Group passt weiterhin Preise und Absicherungen an, um den externen Druck zu bewältigen. Durch Treibstoff-Hedges und Zuschlagserhöhungen soll ein Ausgleich der Kosten angesichts geopolitischer und marktbedingter Herausforderungen gelingen. Passagiere könnten diese Anpassungen vorerst in den Ticketpreisen spürbar werden.






