Lange Nacht der Museen in Halle und Leipzig: Kulturgenuss endet im Verkehrschaos
Karl-Peter MöchlichenLange Nacht der Museen in Halle und Leipzig: Kulturgenuss endet im Verkehrschaos
Tausende Besucher strömten zur Langen Nacht der Museen in Halle und Leipzig
Am Wochenende lockte die Lange Nacht der Museen in Halle und Leipzig Tausende Besucher an. Mit einem dichten Programm an verschiedenen Standorten zog die Veranstaltung Menschen jeden Alters in ihren Bann. Doch der gelungene Abend wurde später durch ein Verkehrschaos getrübt, als die Gäste Schwierigkeiten hatten, nach Hause zu kommen.
Das gemeinsame Museumsfest bot ein breites Spektrum an Ausstellungen und Aktivitäten. In Halle konnten Besucher das Händel-Haus, das Kunstmuseum Moritzburg und das Landesmuseum für Vorgeschichte erkunden. In Leipzig gehörten Führungen im Grassimuseum für Angewandte Kunst, im Bach-Museum und im Museum der bildenden Künste zum Programm. Der Eintritt berechtigte zudem zur kostenlosen Nutzung von Bussen, Straßenbahnen und S-Bahnen.
Nach Mitternacht kam es am Leipziger Hauptbahnhof zu Problemen. Die S5 in Richtung Halle-Trotha war extrem überfüllt, sodass Dutzende Fahrgäste zurückblieben. Die Situation verschärfte sich, als eine S3-Verbindung nach Halle ohne Vorwarnung ausfiel. Da die nächste S5 erst in über einer Stunde fahren sollte, mussten verärgert wartende Besucher lange Verspätungen in Kauf nehmen.
Viele äußerten ihre Enttäuschung über die missglückte Rückreise. Trotz des großen Erfolgs der Veranstaltung wurden die positiven Eindrücke für diejenigen, die stundenlang auf eine Heimfahrt warteten, durch die Transportprobleme überschattet.
Die Lange Nacht der Museen zog große Menschenmengen in die Kulturstätten beider Städte. Doch das unzureichende Angebot an späten Zugverbindungen führte zu erheblichen Reisebehinderungen. Die Veranstalter könnten für künftige Auflagen die Transportplanung überdenken, um ähnliche Probleme zu vermeiden.






