20 March 2026, 20:54

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD und CDU liefern sich erbitterten Zweikampf

Ein Bleistift-Zeichnung mit dem Titel "Nürnberg, Deutschland" von Joseph Mallord William Turner, das eine Stadtlandschaft mit einem Fluss, Gebäuden, Bäumen und einer Brücke zeigt.

Schweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD und CDU liefern sich erbitterten Zweikampf

Die anstehende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz könnte zu einem erbitterten Zweikampf zwischen SPD und CDU werden. Der aktuelle SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweitzer räumte ein, dass das Rennen zu knapp sein könnte, um einen klaren Sieger vorherzusagen. Seine Partei regiert die Region seit mehr als drei Jahrzehnten, doch aktuelle Umfragen deuten auf einen Stimmungsumschwung hin.

Seit 1991 dominiert die SPD Rheinland-Pfalz und hat jede Landtagswahl für sich entschieden. Unter Führungspersönlichkeiten wie Rudolf Scharping, Kurt Beck und Malu Dreyer regierte die Partei in rot-grünen oder rot-schwarzen Koalitionen. Selbst in engen Rennen – wie 2021, als sie 39,6 Prozent der Stimmen holte – behielt die SPD ihre Mehrheit.

Bei einer jüngeren Veranstaltung in Landau erhielt Schweitzer öffentliche Unterstützung von den ehemaligen SPD-Ministerpräsidenten Dreyer, Beck und Scharping. Trotz dieser Rückendeckung machte er deutlich, dass er einer von der CDU geführten Regierung nicht beitreten werde, falls die Opposition gewinnt. Stattdessen bestehe er darauf, eine künftige Koalition anzuführen – eine untergeordnete Rolle lehnt er ab.

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Schweitzer schloss eine Große Koalition nicht aus, sollte dies nötig sein, um an der Macht zu bleiben. Mit Verweis auf seine Kindheit auf einem Binnenschiff verglich er Regierungshandeln mit der Bewältigung schwieriger Gewässer – eine Herausforderung, die er gut zu kennen behauptet. Seine Haltung spiegelt den Willen wider, unabhängig vom Wahlergebnis das Ruder in der Hand zu behalten.

Die Wahl könnte nach 33 Jahren SPD-Herrschaft einen Wendepunkt markieren. Sollte das Rennen eng bleiben, könnte Schweitzers Weigerung, in ein CDU-geführtes Kabinett einzutreten, Verhandlungen über alternative Bündnisse erzwingen. Das Ergebnis wird entscheiden, ob Rheinland-Pfalz erstmals seit 1991 eine Regierung ohne SPD-Beteiligung bekommt.

Quelle