21 March 2026, 14:28

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: CDU und SPD liefern sich spannendes Finale vor der Abstimmung

Plakat wirbt für ein Bierfest in Deutschland mit Menschen, die Biergläser halten und einem Fass im Hintergrund, darunter deutscher Text.

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: CDU und SPD liefern sich spannendes Finale vor der Abstimmung

Wahlkampf in Rheinland-Pfalz spitzt sich vor der Landtagswahl am Sonntag zu

Im Rennen um die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat sich der Wahlkampf vor der Abstimmung am Sonntag weiter zugespitzt. Der CDU-Kandidat Friedrich Merz kampagnierte an der Seite des Spitzenkandidaten seiner Partei, der sich auf Bildung, Sicherheit und wirtschaftliches Wachstum konzentrieren will. Unterdessen inszenierte Alexander Schweitzer, der designierte Nachfolger der amtierenden SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer, den Wahlkampf als Entscheidung zwischen Fortschritt und veralteter Politik.

Umfragen deuten auf einen leichten Vorsprung der CDU hin, wobei eine mögliche Koalition der beiden großen Parteien zunehmend als wahrscheinlichstes Ergebnis gilt.

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Der CDU-Spitzenkandidat stand diese Woche im Mittelpunkt und versprach den Wählern Stabilität sowie Lösungen für zentrale Herausforderungen. Er wiederholte sein Wahlkampfmotto "Auf mich ist Verlass" und betonte Pläne zur Aufstockung der Polizeikräfte, zur Stärkung der Inneren Sicherheit und zur Verbesserung der Schulen. Wirtschaftliche Sorgen – insbesondere in Branchen wie Stahl und Automobil – dominieren die Debatten, wobei sowohl CDU als auch SPD pragmatische Ansätze für die Dekarbonisierung und den durch KI bedingten Wandel am Arbeitsmarkt fordern.

Bundeskanzler Friedrich Merz schloss sich dem Wahlkampf an und unterstrich die Unterstützung für den Kurs der CDU. Er lobte die Bemühungen des Kandidaten und lockerte die Stimmung mit einem Scherz auf, indem er vorschlug, Donald Trump zu einem lokalen Wurstfest einzuladen. Gleichzeitig kritisierte er die aktuelle Landesregierung dafür, dass sie Beamten wie dem Staatssekretär Daniel Stich Sonderurlaub für SPD-Wahlkampfaktivitäten gewährt habe.

Auf Seiten der SPD warb Alexander Schweitzer gemeinsam mit ehemaligen Ministerpräsidenten um Stimmen und setzte auf den direkten Austausch mit den Bürgern. Er präsentierte sich als Kandidat einer modernen Wirtschaft und warnte vor einem Rückfall in überholte Strukturen. Da die regierende "Ampel" aus SPD, Grünen und FDP ihre Mehrheit jedoch voraussichtlich nicht halten wird, könnte die Zukunft seiner Partei von Koalitionsverhandlungen abhängen.

Merz machte deutlich, dass zwar eine Zusammenarbeit mit der SPD denkbar sei, eine Allianz mit der rechtspopulistischen AfD jedoch ausgeschlossen bleibe. Der CDU-Kandidat äußerte sich auch zu Gesundheitspolitik und Klimaschutz, betonte aber, dass wirtschaftliche Prioritäten Vorrang hätten.

Mit einem knappen CDU-Vorsprung in den Umfragen könnte das Wahlergebnis von den anstehenden Koalitionsgesprächen abhängen. Ein Bündnis aus CDU und SPD gilt als realistischer Weg – doch beide Seiten müssten ihre Differenzen in Wirtschafts- und Sicherheitspolitik überwinden. Die nächste Landesregierung steht vor unmittelbaren Herausforderungen, von der Transformation der Industrie bis zur Aufrechterhaltung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Oberrheinregion.

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