11 June 2026, 14:32

Konservativer Thinktank R21 in der Kritik: Zu nah an CDU-Politik?

Von Think Tank der Rechten zu Katherina Reiche

Konservativer Thinktank R21 in der Kritik: Zu nah an CDU-Politik?

Der konservative Thinktank Republik 21 (R21) gerät wegen angeblicher Verflechtungen mit der Parteipolitik in die Kritik. Die 2021 in München gegründete Organisation ist als gemeinnützig anerkannt und kann bis zu 500.000 Euro an staatlichen Fördermitteln erhalten. Kritiker hinterfragen jedoch, ob ihre Arbeit zu stark an politische Interessen geknüpft ist.

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Nils Hesse, ein regelmäßiger Autor von R21, wurde in eine Schlüsselposition im Bundeswirtschaftsministerium berufen. Dort leitet er seit Anfang Mai kommissarisch die Abteilung „Reden und Strategische Kommunikation“ unter Ministerin Katharina Reiche (CDU). R21 betont zwar, Hesse arbeite nicht mehr für den Thinktank und handle unabhängig von Parteipolitik – doch auf der Website der Organisation wird er weiterhin als Experte geführt. Zudem ist er Hauptansprechpartner der Beratungsfirma Die Dezentrale, die R21 unterstützt. Auf einer Konferenz 2024 bezeichnete er die deutsche Energiewende als ein „immer instabileres Kartenhaus“.

Zum Beirat von R21 gehören der Historiker Andreas Rödder und die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder (CDU), die beide mit umstrittenen Positionen auffallen. Öffentliche Unterstützung erhält der Thinktank unter anderem vom CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn, der sich für staatliche Fördergelder einsetzt.

Experten werfen R21 vor, parteiisch agieren zu könnten – was die Legitimität öffentlicher Zuschüsse infrage stelle. Der Thinktank weist solche Vorwürfe zurück und betont seine Unabhängigkeit. Die Debatte über seine politischen Verstrickungen hält indes an.

Quelle