10 June 2026, 02:23

Koblenzer Eltern verzweifelt: Kein Kinderarzt in Sicht – bis zu 50 Kilometer für einen Termin

Sag 'Aaaaaah': Kinderkliniken in der Krise

Koblenzer Eltern verzweifelt: Kein Kinderarzt in Sicht – bis zu 50 Kilometer für einen Termin

Eltern in Koblenz finden kaum Kinderärzte für ihre Kinder

Viele Familien in Koblenz kämpfen verzweifelt um einen Termin beim Kinderarzt. Lange Wartezeiten oder direkte Absagen sind an der Tagesordnung, wenn sie versuchen, ihre Kinder in einer lokalen Praxis anzumelden. Die Knappheit an Kinderärzten treibt manche Eltern sogar dazu, bis zu 50 Kilometer für eine Behandlung zurückzulegen. Die Situation führt zu großer Frustration bei den Betroffenen.

Bei einem kürzlichen Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Josef Oster wurde die angespannte Lage in der kindermedizinischen Versorgung der Region deutlich. Oster besuchte eine Praxis in der Koblenzer Bahnhofstraße, wo das Personal von der zunehmenden Belastung berichtete. Dr. Martin Schwenger, Kinderarzt in der Klinik, nannte den eklatanten Mangel an Fachpersonal als Hauptgrund für die Misere.

Die Praxis versorgt wöchentlich rund 500 junge Patientinnen und Patienten – Notfalldienste nicht mitgerechnet. An einem gut besuchten Montag werden allein etwa 127 Kinder behandelt. Trotz dieser hohen Auslastung kann die Klinik aufgrund der überwältigenden Nachfrage keine neuen Patienten mehr aufnehmen.

Jede Praxis im Koblenzer Netzwerk übernimmt bereits mindestens einen Notfalldienst pro Monat. Doch mit den begrenzten Kapazitäten müssen viele Familien abgewiesen werden. Einige Eltern reagieren wütend oder drohen sogar dem Personal, wenn die Behandlung ihrer Kinder verweigert wird.

Wer lokal keinen Kinderarzt findet, bleibt oft keine andere Wahl, als weite Strecken auf sich zu nehmen. Berichten zufolge legen manche Familien mittlerweile bis zu 50 Kilometer zurück, um einen freien Termin zu bekommen.

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Von einer Entspannung der Lage ist nichts in Sicht. Die Praxen in Koblenz sind weiterhin hoffnungslos überlastet, sodass Eltern gezwungen sind, weit entfernte Alternativen zu suchen. Ohne zusätzliches Personal wird sich die Situation für die Familien in der Region voraussichtlich weiter verschärfen.

Quelle