Koblenz kämpft mit Aktionen und Spendenlauf gegen Gewalt an Frauen
Koblenz beteiligt sich mit mehreren Initiativen am weltweiten Kampf gegen Gewalt an Frauen. Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen setzt die Stadt mit einem Banner und Online-Kampagnen ein Zeichen. Zudem startet am 25. November der virtuelle Spendenlauf „Laufen gegen Gewalt“, dessen Erlös Frauenhäusern zugutekommt.
Über dem Koblenzer Rathaus weht seit Kurzem ein großes Banner mit der Aufschrift „Frei leben – ohne Gewalt“. Es bleibt bis zum 10. Dezember als Teil der „Orange Day“-Kampagne gehisst. Auch Oberbürgermeister David Langner beteiligt sich an der digitalen Aufklärungsoffensive und nutzt den Hashtag #BrechtDasSchweigen.
Den Auftakt des Projekts „Laufen gegen Gewalt“ bildet der virtuelle Spendenlauf am 25. November, mit dem Mittel für Frauenhäuser gesammelt werden sollen. Unterstützer:innen machen unter dem Hashtag #NichtWeghören auf das Thema sexualisierte Gewalt aufmerksam.
Die Dringlichkeit solcher Kampagnen unterstreichen erschreckende Zahlen: In Deutschland erlebt jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt. Alle vier Minuten wird eine Frau von ihrem aktuellen oder früheren Partner misshandelt. Jeden dritten Tag bringt ein Mann seine (Ex-)Partnerin um. Mehr als die Hälfte aller Frauen meidet aus Sicherheitsgründen nach Einbruch der Dunkelheit bestimmte Orte.
Betroffenen steht eine nationale Hilfshotline rund um die Uhr zur Seite – kostenlos, anonym und in mehreren Sprachen. Die Koblenzer Initiativen sollen auf das flächendeckende Problem der Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen. Durch Spendenläufe, Social-Media-Aktionen und öffentliche Zeichen werden sowohl Spenden als auch Bewusstsein generiert. Unterstützungsangebote bleiben für Hilfesuchende weiterhin zugänglich.






