29 June 2026, 12:43

Knaufs Gipsabbau in Unterfranken rückt näher – doch Trinkwasser bleibt umstritten

Hürde auf dem Weg zu neuem Gipsbergwerk genommen

Knaufs Gipsabbau in Unterfranken rückt näher – doch Trinkwasser bleibt umstritten

Knaufs Pläne zum unterirdischen Gipsabbau in Unterfranken sind einem Genehmigungsschritt nähergekommen. Die Regierung von Unterfranken hat das Vorhaben geprüft und festgestellt, dass es unter strengen Auflagen keine unkontrollierbaren Risiken berge. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Bergamt Nordbayern, das bis Ende des Jahres entscheiden soll.

Das Projekt sieht vor, 50 Jahre lang Gipsvorkommen mit einer jährlichen Fördermenge von einer Million Tonnen abzubauen. Das Gebiet ist von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung Würzburgs und der umliegenden Gemeinden. Dennoch kam die Regierung zu dem Schluss, dass das Restrisiko beherrschbar sei – vorausgesetzt, der Grundwasserspiegel sinkt nicht.

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Im Rahmen der raumordnerischen Prüfung wurden 79 Behörden angehört und 4.300 Einwendungen aus der Bevölkerung geprüft. Eine Online-Petition gegen das Vorhaben sammelte zudem über 5.600 Unterschriften. Knauf begrüßte die Einschätzung der Regierung und bezeichnete sie als Ergebnis eines intensiven Prüfverfahrens sowie als fachliche Bestätigung.

Die Grünen kritisierten die Bewertung scharf. Sie argumentieren, dass die tatsächlichen Risiken für die Trinkwasserversorgung falsch eingeschätzt wurden. Sollte das Projekt genehmigt werden, müsste Knauf die von der Regierung in Würzburg festgelegten strengen Auflagen erfüllen. Der Abbau würde sofort gestoppt, sobald der Grundwasserspiegel zu sinken beginnt.

Nun wartet das Vorhaben auf die endgültige Genehmigung durch das Bergamt Nordbayern. Bei einer Bewilligung würde Knauf unter strenger Aufsicht arbeiten müssen, um die Einhaltung aller Auflagen zu gewährleisten. Eine Entscheidung wird noch vor Jahresende erwartet.

Quelle