08 April 2026, 08:46

Kinder- und Jugendhilfe vor radikaler Reform: Milliarden-Einsparungen bis 2036 geplant

Plakat zur Unterstützung des American Rescue Plans, das den Text enthält, dass es die Kindarmut in den USA halbieren würde, und ein Foto einer vielfältigen Gruppe von Menschen zeigt.

Kinder- und Jugendhilfe vor radikaler Reform: Milliarden-Einsparungen bis 2036 geplant

Umfassende Reformen der Kinder- und Jugendhilfe stehen bevor. Die von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzesvorlage zielt darauf ab, die Unterstützungssysteme zu vereinfachen und gleichzeitig die Ausgaben um Milliarden zu senken. Bis 2036 könnten die jährlichen Einsparungen auf 2,7 Milliarden Euro steigen – erste Prognosen zeigen bereits 200,6 Millionen Euro Ersparnis für das Jahr 2028 allein.

Die geplanten Änderungen sehen vor, die Eingliederungshilfen aus dem Neunten Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB IX) in das Achte Buch (SGB VIII) zu überführen. Dadurch werden Leistungen, die bisher auf zwei Rechtsgrundlagen verteilt waren, in einem einzigen Rahmen gebündelt. Dennoch könnten weiterhin Streitigkeiten darüber entstehen, ob Hilfen wegen einer Behinderung oder aus anderen Gründen gewährt werden müssen – eine Unterscheidung, die in der Praxis oft schwer zu treffen ist.

Zudem werden individuelle Rechtsansprüche auf Beratung durch ein flächendeckendes, infrastrukturbasiertes Bildungsförderprogramm ersetzt. Statt maßgeschneiderter Unterstützung sollen die Leistungen künftig standardisiert und zu Pauschalbeträgen angeboten werden. Die Verantwortlichen argumentieren, dass dieser Ansatz den Zugang erleichtere und den Verwaltungsaufwand verringere.

Allerdings wird sich die volle finanzielle Wirkung nicht sofort zeigen. Viele Maßnahmen hängen von neuen bundesweiten Strukturen ab, deren Aufbau Zeit erfordert. Der Übergang verlangt tiefgreifende Anpassungen, um sicherzustellen, dass die Kinder- und Jugendhilfe während und nach der Umstellung weiterhin wirksam bleibt.

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Die Reform verspricht den Bundesländern und Kommunen langfristig erhebliche Einsparungen. Doch der Erfolg hängt davon ab, ob die Umsetzung reibungslos verläuft und mögliche Zuständigkeitskonflikte gelöst werden. Die ersten Einsparungen werden für 2028 erwartet, die größten Entlastungen sollen bis 2036 erreicht sein.

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