14 April 2026, 04:29

Kik setzt auf Neuanfang: Neuer Chef und Hunderte Filialschließungen bis 2026

Innensicht eines Einkaufszentrums mit Menschen, Geschäften, Informationsschildern mit der Aufschrift "Herzlich willkommen", Beleuchtung, Geländer und einem Topfpflanzen am Boden.

Kik setzt auf Neuanfang: Neuer Chef und Hunderte Filialschließungen bis 2026

Der Textildiscounter Kik hat Ulrich Hanfeld zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt, der sein Amt im Juni antreten wird. Gleichzeitig plant das Unternehmen, bis Ende 2026 Hunderte Filialen in Europa zu schließen. Die Maßnahmen folgen auf eine Phase mit Führungswechseln und internen Konflikten bei der angeschlagenen Kette.

Hanfeld bringt jahrelange Erfahrung im Einzelhandel mit. Zuvor leitete er über sechs Jahre lang NKD, einen direkten Konkurrenten von Kik. Davor arbeitete er fast ein Jahrzehnt für die japanische Tochter des Otto-Konzerns und stand später knapp zwei Jahre an der Spitze von Hervis. Ein Branchenkenner bezeichnete ihn als einen begnadeten Verkäufer und hob seine kaufmännischen Stärken hervor.

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Die Ernennung erfolgt nach einer turbulenten Zeit für Kik. Finanzvorstand Rüdiger Hartmann und Betriebsleiter Dirk Ankenbrand hatten das Unternehmen bereits zuvor verlassen. Der ehemalige CEO Patrick Zahn schied im September 2025 nach Auseinandersetzungen mit dem Eigentümer Tengelmann aus. Christian Kümmer, der zuvor vom Haustierfachhändler Fressnapf gekommen war, übernahm vorübergehend die interimistische Geschäftsführung.

Im Rahmen des Restrukturierungsplans wird Kik bis Ende 2026 rund 300 Filialen schließen. Allein in Deutschland fallen 135 Standorte weg, sodass noch etwa 2.200 Geschäfte übrig bleiben. Insgesamt verringert sich das Filialnetz um netto 225 Standorte. Jela Götting, Managerin bei Tengelmann, wies kürzlich Spekulationen über einen bevorstehenden Verkauf des Unternehmens zurück.

Mit Hanfelds Amtsantritt beginnt für Kik ein Neuanfang, während das Unternehmen seine Aktivitäten zurückfährt. Die Filialschließungen werden die europäische Präsenz deutlich reduzieren. Nun, da die Führungsebene neu besetzt ist, rückt die Stabilisierung des Unternehmens unter der neuen Leitung in den Fokus.

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