28 June 2026, 16:23

Katholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform mit Teilprivatisierung

BKU fordert echte Privatisierung der DB nach Bahnproblemen

Katholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform mit Teilprivatisierung

Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) fordert grundlegende Reformen bei der Deutschen Bahn. Die Vereinigung wirft dem Staat vor, den Bahnkonzern nicht effektiv zu führen, und verlangt nun langfristige strukturelle Veränderungen – einschließlich einer Teilprivatisierung –, um Leistung und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Martin Nebeling, Bundesvorsitzender des BKU, kritisierte die Rolle der Regierung als Betreiberin der Deutschen Bahn. Er verwies auf anhaltende Probleme wie mangelhafte Planung, technische Defizite und schwache Unternehmensführung. Als deutliche Beispiele für diese Versäumnisse nannte die Organisation die explodierenden Kosten bei Stuttgart 21 sowie den Zusammenbruch des Digitalfunks im Schienenverkehr.

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Thomas Tietz, Leiter der BKU-Arbeitsgruppe Energie und Nachhaltigkeit, betonte die Bedeutung einer zuverlässigen und leistungsfähigen Schieneninfrastruktur. Der BKU ist überzeugt, dass eine Privatisierung diese Probleme lösen könnte, und verweist dabei auf erfolgreiche Beispiele bei anderen ehemaligen Staatsunternehmen. Als Vorbilder nannte er die Deutsche Telekom, die DHL Group und die Lufthansa.

Der BKU setzt sich für unternehmerische Initiative und einen Rückzug des Staates aus der operativen Steuerung ein. Eine Privatisierung solle die Effizienz erhöhen und das Vertrauen in das deutsche Schienennetz wiederherstellen, so die Forderung. Der Appell erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Unzufriedenheit mit den anhaltenden betrieblichen und finanziellen Rückschlägen bei der Deutschen Bahn.

Quelle