12 March 2026, 08:26

Iraner in Deutschland: Hohe Qualifikationen, starke Jobs – doch Frauen hinken hinterher

Eine Gruppe von Frauen in bunten Kleidern tanzt auf der Straße, im Hintergrund hält jemand eine Kamera, auf der Straße fährt ein Fahrzeug und im Hintergrund ist eine Wand mit Pfählen und anderen Gegenständen zu sehen. Unten steht ein Text, der darauf hinweist, dass sie an einem traditionellen iranischen Tanz teilnehmen.

IW-Studie: Iraner sind in den deutschen Arbeitsmarkt hervorragend integriert - Iraner in Deutschland: Hohe Qualifikationen, starke Jobs – doch Frauen hinken hinterher

Iraner in Deutschland zeigen im Vergleich zu anderen Migrantengruppen überdurchschnittlich starke Beschäftigungszahlen. Aktuelle Daten unterstreichen ihr hohes Qualifikationsniveau und beruflichen Erfolg. Die Statistiken offenbaren zudem eine deutliche Geschlechterkluft bei der Arbeitsmarktteilhabe.

Mehr als die Hälfte der erwerbsfähigen iranischen Staatsbürger in Deutschland ist beschäftigt – die Beschäftigungsquote liegt bei 58,6 %. Dieser Wert übertrifft jene von afghanischen, irakischen und syrischen Gemeinschaften im Land.

Ein beträchtlicher Anteil – 43,3 % – der erwerbstätigen Iraner verfügt über einen Hochschulabschluss. Das ist mehr als doppelt so hoch wie der Anteil von 19,5 % bei anderen ausländischen Arbeitnehmern. Folglich arbeiten rund 73 % in qualifizierten Berufen und verdienen überdurchschnittliche Löhne für Menschen mit Migrationshintergrund.

Bei der Geschlechterverteilung sind 41 % der iranischen Frauen in Deutschland erwerbstätig. Zwar liegt dieser Wert leicht über der Quote von 39 % bei anderen Migrantinnen, bleibt aber hinter der allgemeinen Beschäftigungsrate iranischer Männer zurück.

Offizielle Zahlen nennen keine genaue Gesamtzahl der in Deutschland lebenden Iraner für das Jahr 2022. Allerdings zeigen Aufzeichnungen, dass im Jahr 2025 rund 3.200 Visa zur Familienzusammenführung an iranische Staatsangehörige ausgestellt wurden.

Die Daten verdeutlichen die beruflichen Erfolge von Iranern in Deutschland, insbesondere in Bildung und qualifizierter Beschäftigung. Ihr höheres Qualifikationsniveau führt zu besseren Jobchancen und Einkommen. Dennoch besteht innerhalb der Gemeinschaft weiterhin eine spürbare Lücke bei der Beschäftigung zwischen den Geschlechtern.

Quelle