IHK Halle-Dessau warnt vor wirtschaftlicher Stagnation in Sachsen-Anhalt und fordert Reformen bis 2026
Karl-Peter MöchlichenIHK Halle-Dessau warnt vor wirtschaftlicher Stagnation in Sachsen-Anhalt und fordert Reformen bis 2026
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat ihre Frühjahrsvollversammlung abgehalten, um drängende wirtschaftliche Herausforderungen in Sachsen-Anhalt und Deutschland zu thematisieren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die durch hohe Kosten, Bürokratie und zögerliche Reformfortschritte verursachte Stagnation.
Die Versammlung verabschiedete zudem ein neues Positionspapier, das zentrale Forderungen an die Landesregierung im Vorfeld der Wahlen 2026 formuliert.
IHK-Präsident Sascha Gläßer betonte die anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten und verwies auf hohe Energiepreise, teure Arbeitskräfte, hohe Steuerlasten und übermäßige Regulierung. Ohne praktikable Reformen, so seine Warnung, werde die Wettbewerbsfähigkeit weiter abnehmen.
Gläßer stellte fest, dass zwar auf Bundesebene der Handlungsbedarf erkannt werde, konkrete Entlastungsmaßnahmen jedoch noch ausstünden. Die Diskussionen der Vollversammlung konzentrierten sich darauf, wie vor den Landtagswahlen 2026 umsetzbare Lösungen vorangetrieben werden können.
Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der laufenden Regionalkampagne der IHK, die für ihre Förderung der wirtschaftlichen Stärken Sachsen-Anhalts positive Resonanz erhält. Das neu verabschiedete Papier "Positionen der IHK Halle-Dessau für Sachsen-Anhalt 2026" definiert Prioritäten in den Bereichen Arbeitsmarktpolitik, Bildung, Innovation und Infrastruktur.
Darüber hinaus fordert das Dokument eine Entflechtung der Bürokratie, bessere Energiepolitik und stärkere internationale Vernetzung, um die wirtschaftliche Perspektive der Region zu verbessern.
Die IHK-Positionen dienen nun als offizieller Forderungskatalog an die Landesregierung. Wirtschaftsführer und Politiker werden das Papier nutzen, um die wirtschaftliche Debatte im Vorfeld der Wahlen 2026 zu prägen. Parallel dazu setzt die Kammer ihre Kampagne zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Sachsen-Anhalt fort.






