Hunderte protestieren friedlich gegen Rechtsextremismus in Mainz
Trudel RuppersbergerHunderte protestieren friedlich gegen Rechtsextremismus in Mainz
Zwei friedliche Proteste gegen Rechtsextremismus in Mainz am 14. März 2026
Am Samstag, dem 14. März 2026, fanden in Mainz zwei friedliche Kundgebungen gegen rechtsextreme Politik statt. Ein Demonstrationszug und eine anschließende Versammlung zogen Hunderte von Teilnehmenden an und setzten damit eine Reihe ähnlicher Proteste in Rheinland-Pfalz der letzten Jahre fort. Beide Veranstaltungen verliefen ohne Störungen oder Zwischenfälle.
Der Tag begann um 11:30 Uhr mit einem Marsch unter dem Motto "Keine Nazis im Parlament". Rund 250 Menschen versammelten sich, um durch das Mainzer Neustadtviertel zu ziehen, bevor sie über das Bleichenviertel den Kaiserpark erreichten. Die Strecke wurde in etwa einer Stunde und vierzig Minuten zurückgelegt.
Auf ihrem Höhepunkt wuchs die Zahl der Demonstrantinnen und Demonstranten auf etwa 550 an. Im Kaiserpark, vor dem Stadthaus, schloss sich eine zweite Kundgebung an. Diese stand unter dem Titel "Die Landesregierung muss das Bundesverfassungsgericht bei der Prüfung aller rechtsextremen Parteien unterstützen" und dauerte bis etwa 15:30 Uhr.
Solche Proteste sind in der Region inzwischen häufiger geworden. In den vergangenen fünf Jahren gab es in Rheinland-Pfalz über 50 vergleichbare Demonstrationen gegen rechtsextreme Gruppen wie die AfD. Lokale Netzwerke – darunter "Rheinland-Pfalz steht auf", "Nazis raus!", antifaschistische Bündnisse und regionale Antifa-Gruppen – haben ähnliche Aktionen regelmäßig in Städten wie Koblenz und Ludwigshafen organisiert.
Die Veranstaltungen in Mainz endeten ohne gemeldete Störungen. Sowohl der Marsch als auch die Kundgebung blieben durchgehend friedlich. Die Demonstrationen reiht sich ein in eine wachsende Zahl öffentlicher Proteste gegen rechtsextreme Strömungen im Land.