13 June 2026, 06:23

HPE-Tagung in Mainz: Wie die Holzverpackungsbranche die PPWR und geopolitische Risiken meistert

HPE präsentiert Hilfestellung zur Umsetzung von PPWR für Holzverpackungsunternehmen

HPE-Tagung in Mainz: Wie die Holzverpackungsbranche die PPWR und geopolitische Risiken meistert

Rund 140 Mitglieder des Verbandes der Deutschen Holzverpackungs-, Paletten- und Exportverpackungsindustrie (HPE) trafen sich in Mainz zur jährlichen Frühjahrstagung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen regulatorische Neuerungen, geopolitische Risiken sowie digitale Fortschritte in der Holzverpackungsbranche.

Ein zentrales Thema war die EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR). Viele Teilnehmer äußerten Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzung. Marcus Kirschner, Geschäftsführer des HPE, erläuterte die wichtigsten Anforderungen, während der Rechtsanwalt Dr. Patrick Krampitz von der Kanzlei Pauly Rechtsanwälte vertiefende Einblicke in den rechtlichen Rahmen gab.

Der HPE stellte einen neuen branchenspezifischen Leitfaden vor, der Unternehmen bei der Einhaltung der PPWR unterstützen soll. Der Ratgeber informiert über Fristen, gesetzliche Verpflichtungen und notwendige Schritte zur Compliance. Fabian Häckler, Projektleiter für Holz- und Verpackungsrecycling beim HPE, präsentierte zudem aktuelle Entwicklungen des HPECycle-Netzwerks, das Unternehmen die Einhaltung der Vorschriften erleichtern soll. Der Verband deutete an, dass HPECycle langfristig als Organisation für erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) im Sinne des deutschen Verpackungsgesetzes fungieren könnte.

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Geopolitische Herausforderungen und die Resilienz von Lieferketten bildeten weitere Schwerpunkte. Der ehemalige Generalleutnant Christian Badia analysierte die globale Lage und deren mögliche wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Industrie. Gordon Schnieder, designierter Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, tauschte sich mit den Teilnehmenden aus und diskutierte Chancen und Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Die Konferenz unterstrich den Bedarf an klaren Handlungsanweisungen zur PPWR sowie an Strategien, um geopolitische Spannungen und Lieferkettenstörungen zu bewältigen. Die Unternehmen verließen die Veranstaltung mit praktischen Hilfsmitteln und einem besseren Verständnis der bevorstehenden regulatorischen Anforderungen. Die Tagung betonte, wie entscheidend Zusammenarbeit und Vorbereitung in einem sich wandelnden industriellen Umfeld sind.

Quelle