18 April 2026, 16:28

Hitzige Debatte im Bundestag: Wer trägt Schuld an Gewalt gegen Frauen?

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaert ist eine nationale Gefahr - Sollen wir der Industrie die Nation ausliefern" in fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund, das eine vielseitige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen

Hitzige Debatte im Bundestag: Wer trägt Schuld an Gewalt gegen Frauen?

Im Bundestag entbrannte während der Regierungsbefragung eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz scharf dafür, dass dieser den Fokus zu stark auf Täter mit Migrationshintergrund lege. Miersch erläuterte seine Aussagen später in einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Freitag.

Merz eröffnete die Diskussion mit einer Verurteilung der zunehmenden Gewalt gegen Frauen – sowohl im realen Leben als auch im digitalen Raum. Anschließend behauptete er, ein großer Teil solcher Straftaten gehe auf das Konto von Migranten.

Miersch widersprach dieser Darstellung umgehend. Er betonte, dass Gewalt gegen Frauen kein Problem der Nationalität oder Religion sei, sondern ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Der SPD-Politiker bezeichnete Merz' Äußerungen als unangemessen und warnte davor, einzelne Gruppen pauschal an den Pranger zu stellen.

In seinem Interview unterstrich Miersch, dass der Schutz der Opfer im Mittelpunkt stehen müsse – unabhängig von der Herkunft der Täter. Er forderte eine umfassendere Auseinandersetzung mit dem Problem statt einer einseitigen Fokussierung auf Migranten.

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Der Schlagabtausch offenbarten tiefe Gräben in der Frage, wie Gewalt gegen Frauen bekämpft werden soll. Mierschs Aussagen unterstrichen die Notwendigkeit eines ganzheitlicheren Ansatzes. Die Debatte dürfte anhalten, während die Abgeordneten über weitere Maßnahmen beraten.

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