21 March 2026, 04:30

Hessen setzt auf klimaresistente Wälder: Holzeinschlag steigt leicht an

Altes Papier aus Januar 1904 mit der Überschrift "Forstwirtschaft und Bewässerung" mit einer Illustration von üppigen, grünen Bäumen in verschiedenen Schattierungen.

Mehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessen setzt auf klimaresistente Wälder: Holzeinschlag steigt leicht an

Holzeinschlag in Hessens Staatsforsten stieg 2025 leicht an

Im Jahr 2025 nahm der Holzeinschlag in den hessischen Landeswäldern leicht zu – auf rund 1,49 Millionen Kubikmeter geschlagenes Holz. Der Anstieg folgte der Aufhebung eines Fällverbots für bestimmte Buchenbestände, das 2020 eingeführt worden war, um die Bäume vor klimabedingtem Stress zu schützen. Forstverantwortliche passen nun ihre Strategien an, um widerstandsfähigere Wälder aufzubauen.

Das vorübergehende Rodungsverbot für Buchen war 2020 verhängt worden, mit dem Ziel, neue Bewirtschaftungskonzepte für den Klimawandel zu entwickeln. Nach Aufhebung der Beschränkung im Jahr 2024 stieg der Einschlag von Laubholz 2025 um etwa 25 Prozent.

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Der Nadelholzeinschlag ging hingegen um rund 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Winterwetter führte zu weiteren Verzögerungen, da nasser und gefrorener Boden den Zugang zu einigen Gebieten erschwerte. Um Bodenschäden zu vermeiden, wurden die Arbeiten reduziert.

Zwischen Ende 2025 und Anfang 2026 wurden etwa 725.000 Kubikmeter Holz eingeschlagen. Ein Teil der Maßnahmen umfasste die gezielte Entnahme von Buchen, um mehr Licht für trockenheitsresistente Arten wie Eiche und Ahorn zu schaffen. HessenForst betonte, dass diese Schritte darauf abzielen, stabilere Mischwälder zu fördern.

Die Schäden durch frühere Hitzewellen und Dürren werden erst jetzt vollends sichtbar. Buchen zeigen oft erst Jahre nach extremen Bedingungen Stresssymptome, was eine langfristige Planung unerlässlich macht.

Die Veränderungen beim Holzeinschlag spiegeln sowohl akute Erfordernisse als auch langfristige Anpassungsstrategien wider. Durch die Verringerung des Buchenanteils und die Förderung robusterer Baumarten hofft HessenForst, die Wälder widerstandsfähiger gegen künftige Klimaherausforderungen zu machen. Der Wandel verdeutlicht auch, wie frühere politische Entscheidungen und Wetterbedingungen die heutige Forstwirtschaft weiterhin prägen.

Quelle