14 March 2026, 06:58

Hessen: Rekordzahl an Petitionen 2025 – von Einwanderung bis Froschlärm

Eine große Gruppe von Menschen marschiert die Straße entlang und hält ein "Kämpfen für Klimagerechtigkeit"-Schild und verschiedene Plakate, trägt Masken, mit Gebäuden auf beiden Seiten der Straße und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Petitions schießen in der Landesregierung in die Höhe - Anzahl der Petitionen verdoppelt - Hessen: Rekordzahl an Petitionen 2025 – von Einwanderung bis Froschlärm

Petitionsausschuss des hessischen Landtags verzeichnete 2025 starken Anstieg der Beschwerden

Im vergangenen Jahr ging beim Petitionsausschuss des hessischen Landtags die Zahl der Eingaben stark nach oben. 2025 registrierte das Gremium 2.641 Anliegen – mehr als doppelt so viele wie die 1.046 aus dem Vorjahr. Unter den ungewöhnlichen Anfragen befand sich auch der Wunsch, lärmende Frösche aus einem Wohngebiet in Osthessen umzusiedeln.

Laut dem Ausschussvorsitzenden Oliver Ulloth (SPD) sei der Anstieg auf ein gestiegenes Problembewusstsein in der Bevölkerung zurückzuführen. An erster Stelle standen dabei Aufenthalts- und Einwanderungsfragen, die im Vergleich zum Vorjahr um 103,5 Prozent zunahmen. Von den 1.709 abschließend bearbeiteten Fällen wurden 155 vollständig stattgegeben, 61 erhielten teilweise Unterstützung.

Ein Anwohner hatte sich über nächtliches Froschgequake von einem nahegelegenen Teich beschwert. Das hessische Umweltministerium entschied jedoch, dass Frösche als geschützte Art gelten. Ihr Lärm müsse in der Regel selbst in Wohngebieten hingenommen werden. Eine Umsiedlung komme nur in Ausnahmefällen infrage und erfordere eine besondere artenschutzrechtliche Genehmigung.

Mit der Rekordzahl an Petitionen im Jahr 2025 spiegle sich ein wachsendes bürgerliches Engagement wider. Während sich die meisten Anliegen auf Aufenthalts- und Einwanderungsthemen konzentrierten, zeigten ungewöhnliche Fälle wie die Froschlärm-Beschwerde die Bandbreite der vorgebrachten Probleme. Behörden betonten erneut, dass der gesetzliche Artenschutz selbst bei störenden Naturgeräuschen nur begrenzte Eingriffsmöglichkeiten zulasse.

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