07 May 2026, 18:27

Henkel drohen 2026 höhere Preise wegen explodierender Materialkosten

Graphik, die den Schnittpunkt der Inflationsnachfragekurve (blaue Linie) und der Phillips-Kurve (rote Linie) mit beschrifteten Achsen zeigt.

Henkel drohen 2026 höhere Preise wegen explodierender Materialkosten

Henkel steht vor steigenden Materialkosten, die 2026 zu Preiserhöhungen für Verbraucher führen könnten. Das Unternehmen hat in seiner Industriesparte bereits die Preise angehoben, zeigt sich aber zurückhaltend, die höheren Kosten direkt an die Kundschaft weiterzugeben. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel warnte, dass weitere Anpassungen unvermeidbar sein könnten, sollten die Belastungen anhalten.

Die Materialausgaben von Henkel sind in diesem Jahr um einen hohen einstelligen Prozentsatz gestiegen. Dadurch sind dem Konzern zusätzliche Kosten in Höhe von 400 bis 500 Millionen Euro entstanden. Um die Steigerung auszugleichen, hat das Unternehmen begonnen, Lieferantenverträge neu zu verhandeln und die Marktpreise anzupassen.

In der Industriesparte – insbesondere im Klebstoffbereich – wurden die Preise bereits erhöht. Deutlich schwieriger gestaltet sich die Lage jedoch im Konsumentengeschäft, da viele Haushalte unter finanzieller Belastung leiden. Hier setzt Henkel auf gezielte Preisanpassungen, die mit Produktinnovationen verknüpft werden.

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Eine weitere Erhöhung der Verbraucherpreise ab 2026 schließt CEO Carsten Knobel nicht aus. Allerdings erschwere die Ungewissheit über die künftige Kostenentwicklung präzise Prognosen. Das Unternehmen beobachte die Situation weiterhin genau und lotet Möglichkeiten aus, die finanzielle Last abzufedern.

Falls der Kostendruck anhält, könnte Henkel letztlich gezwungen sein, die Preise für Endverbraucher bis 2026 anzuheben. Der Konzern muss dabei abwägen zwischen der Belastbarkeit der Kunden und der Notwendigkeit, die gestiegenen Ausgaben zu decken. Vorerst bleiben gezielte Anpassungen und Verhandlungen mit Zulieferern die wichtigsten Maßnahmen.

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