Heino gibt Solidaritätskonzert für entlassenen Feuerwehrmann in Bad Belzig
Karl-Peter MöchlichenHeino gibt Solidaritätskonzert für entlassenen Feuerwehrmann in Bad Belzig
Schlager-Legende Heino gibt Solidaritätskonzert in Bad Belzig für entlassenen Feuerwehrmann Richard Mänder
Die deutsche Schlagersänger-Ikone Heino hat in Bad Belzig (Brandenburg) ein Solidaritätskonzert für den entlassenen Feuerwehrmann Richard Mänder gegeben. Der 87-jährige Sänger trat auf, nachdem Mänder wegen des Abspielens einer umstrittenen Version der Nationalhymne von seinen Pflichten enthoben worden war. Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen nahmen an der Veranstaltung teil, um ihre Verbundenheit zu zeigen.
Das Konzert folgte auf monatelange Debatten, nachdem Mänder bei einer Feuerwehrmeisterschaft Heinos Aufnahme der deutschen Nationalhymne aus den 1970er-Jahren – inklusive der selten gesungenen ersten Strophe – abgespielt hatte. Der Vorfall führte zu seiner Entlassung und löste sowohl Kritik als auch Unterstützung aus.
Auslöser der Kontroverse: Eine umstrittene Hymnen-Version Die Affäre begann in Torgau, wo Mänder, der als Feuerwehrmann und Kampfrichter bei den Deutschen Feuerwehrmeisterschaften tätig war, Heinos dreistrophige Fassung der Nationalhymne abspielte. Die erste Strophe mit ihren historischen Bezügen löste Empörung aus, woraufhin der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) Mänder von allen Schiedsrichterrollen ausschloss. Zu weiteren Konsequenzen äußerte sich der Verband bisher nicht öffentlich.
Mänder wies Vorwürfe, er vertrete rechtsextreme Positionen, zurück und äußerte später Bedauern über den Vorfall. Sein Fall fand bei Kollegen Gehör – viele Feuerwehrleute besuchten Heinos Konzert als Zeichen der Solidarität. Während des Auftritts skandierten einige Zuschauer "Ostdeutschland, Ostdeutschland!" – ein Spruch, der oft mit regionaler Identität in den ostdeutschen Bundesländern verbunden wird.
Heino betont apolitischen Charakter des Konzerts Heino präsentierte bei seinem Auftritt Klassiker wie "Blaue Enzian", "Rosamunde" und "Karamba, Karacho, ein Whisky". Sein Manager Helmut Werner wies Spekulationen zurück, die Musik des Sängers habe politische Untertöne. Werner betonte, das Konzert diene allein der Unterstützung Mänders und sei keine politische Stellungnahme.
Die Veranstaltung machte die gesellschaftlichen Spannungen um nationale Symbole und regionale Identität in Deutschland erneut deutlich. Zwar hat der Feuerwehrverband seine Entscheidung nicht revidiert, doch das Konzert zeigte, dass Mänder weiterhin Rückhalt unter Kollegen genießt. Heinos Auftritt hielt die Debatte in der Öffentlichkeit präsent – offizielle weitere Schritte wurden bisher nicht bekannt gegeben.






