Hautkrebsfälle in Deutschland verdoppeln sich innerhalb eines Jahrzehnts
Karl-Peter MöchlichenHautkrebsfälle in Deutschland verdoppeln sich innerhalb eines Jahrzehnts
Hautkrebsfälle in Deutschland nehmen dramatisch zu
In Deutschland haben sich die Hautkrebsfälle in den vergangenen zehn Jahren stark erhöht: Allein 2023 wurden über 100.000 Menschen behandelt – ein deutlicher Anstieg gegenüber weniger als 42.000 Fällen vor einem Jahrzehnt. Experten führen den Anstieg auf die zunehmende Exposition gegenüber schädlicher ultravioletter (UV-)Strahlung der Sonne zurück, die nachweislich zu dauerhaften Hautschäden und Krebs führen kann.
Die Sonne sendet UV-Strahlung als Teil ihrer Energieabgabe aus und wandelt dabei etwa acht Prozent ihrer Masse in Energie um. Diese Strahlen lassen sich in drei Typen unterteilen: UVA-, UVB- und UVC-Strahlen. Während UVC-Strahlen vollständig von der Ozonschicht abgeblockt werden, erreichen UVA- und UVB-Strahlen die Erdoberfläche und bergen erhebliche Gesundheitsrisiken.
Um sich vor diesen Gefahren zu schützen, enthalten Sonnencremes UV-Filter. Diese gibt es in zwei Varianten: organische (chemische) und physikalische (mineralische) Filter. Experten warnen jedoch vor der langfristigen Verwendung von Produkten mit Octocrylen, einem chemischen Filter, der mögliche gesundheitliche Bedenken mit sich bringt.
Für einen wirksamen Schutz empfiehlt die Europäische Kommission, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel so stark sein sollte wie der auf der Verpackung angegebene Lichtschutzfaktor (LSF). Auch die richtige Anwendung ist entscheidend: Pro Quadratzentimeter Haut werden zwei Milligramm Creme benötigt, um den angegebenen Schutzgrad zu erreichen.
Durch den Klimawandel nimmt die UV-Belastung weiter zu, was das Risiko für Hautschäden und damit verbundene Erkrankungen erhöht. Angesichts steigender Hautkrebszahlen bleibt ein effektiver Sonnenschutz unverzichtbar. Experten betonen weiterhin, wie wichtig die Wahl des richtigen Sonnenschutzmittels und dessen korrekte Anwendung sind, um Schäden zu minimieren.






