20 June 2026, 14:22

Hamburgs Kinder- und Jugendhilfe droht wegen Geldmangels das Aus

Finanzielle Engpässe und Gegenwinde

Hamburgs Kinder- und Jugendhilfe droht wegen Geldmangels das Aus

Hamburgs VKJH steht vor der Schließung wegen finanzieller Engpässe

Die Hamburger Bildungsbehörde plant zudem, die Ombudsstelle für Kinder und Jugendliche mit einer neuen Anlaufstelle für Kitas zusammenzulegen – ein Schritt, der deren Zukunft gefährdet. Das Netzwerk, das 17 Einrichtungen und 27 Projekte betreibt, ist der einzige spezialisierte Anbieter dieser Art in der Stadt.

Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit Hamburg (VKJH) könnte ohne gesicherte Finanzierung geschlossen werden. Bis Ende Juni wird geprüft, ob die Arbeit auf die Bezirksämter übertragen werden kann, falls keine Lösung gefunden wird. Um eine Geschäftsführung und eine administrative Stelle zu finanzieren, fehlen jährlich rund 120.000 Euro – Kosten, die der Verband derzeit nicht decken kann.

Die Ombudsstelle OHA! Anwältin für Kinder- und Jugendrechte, 2021 eingerichtet, bearbeitet jährlich etwa 300 Beratungsanfragen. Die Behörde will sie nun mit einer neuen Kita-Ombudsstelle zusammenlegen, was eine Neuausschreibung zur Folge hätte. Anja Post-Martens, Geschäftsführerin des VKJH, wies darauf hin, dass die ursprüngliche Ausschreibung für die OHA bereits Kindertagesbetreuung umfasste.

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Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat sich eingeschaltet und warnt vor den Risiken einer erneuten Vergabe des Ombudsvertrags. Der VKJH bleibt das einzige spezialisierte Netzwerk für offene Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg.

Ohne zusätzliche Mittel oder eine Lösung droht die Schließung des VKJH und die Auflösung der Ombudsstelle. Die geplante Zusammenlegung und Neuausschreibung könnte die Arbeit gefährden, von der jährlich Hunderte junger Menschen profitieren. Die Entscheidung muss bis zur Juni-Frist fallen.

Quelle