Halle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für Weinberg Campus und schafft Raum für Forschung und Wirtschaft
Sami RöhrichtHalle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für Weinberg Campus und schafft Raum für Forschung und Wirtschaft
Die Stadtverwaltung von Halle (Saale) aktualisiert den Bebauungsplan für den Technologiepark Weinberg Campus. Die Änderungen sollen das Gebiet wettbewerbsfähig halten und künftiges Wachstum ermöglichen. Der ursprüngliche Plan aus dem Jahr 1998 entspricht nicht mehr den aktuellen rechtlichen Vorgaben für Bau, Planung und Emissionsschutz.
Die Überarbeitungen betreffen zwei angrenzende Kernbereiche mit einer Gesamtfläche von etwa 26,2 Hektar. Sie erlauben künftig Produktions- und Vertriebsaktivitäten im Zusammenhang mit Forschung. Ein fünf Hektar großes Gelände südlich der Blücherstraße, das einst für eine große Siedlung vorgesehen war, wird nun umgewidmet und neu vermarktet.
Um den örtlichen Charakter zu bewahren, werden maximale Bauhöhen von 25 Metern eingeführt. Zudem werden Lärmschutzmaßnahmen rechtlich verbindlich im Plan verankert, sodass für jedes Grundstück klare Grenzen gelten. Die Umweltauswirkungen der Änderungen werden als vernachlässigbar bis gering eingestuft; es kommt zu keiner zusätzlichen Versiegelung von Böden oder zum Verlust von Grünflächen.
2018 hatte der Stadtrat einen Antrag auf den Bau eines 1.900 Quadratmeter großen Einzelhandelsgroßmarkts auf dem Campus abgelehnt. Die aktuellen Änderungen belasten den städtischen Haushalt nicht finanziell. Stattdessen sollen sie Einnahmen aus dem Verkauf von Baugrundstücken sichern.
Der Stadtrat wird am 24. Juni 2026 über die Veröffentlichung der Entwürfe entscheiden. Der aktualisierte Bebauungsplan modernisiert die Vorschriften für den Technologiepark. Er führt neue Regelungen zu Bauhöhen, Lärm und Flächennutzung ein und stellt sicher, dass die Umweltbelastung minimal bleibt. Die Einnahmen aus dem Grundstücksverkauf werden die Änderungen tragen, ohne den Haushalt der Stadt zu belasten.
