24 June 2026, 16:22

Halle plant Abriss der Riebeckplatz-Brücken bis 2029 für neues Kulturzentrum

Nach der genehmigten Abriss des vierspurigen Riebeckplatz: Ist auch die Hauptstraße zwischen Alt- und Neustadt in Gefahr?

Halle plant Abriss der Riebeckplatz-Brücken bis 2029 für neues Kulturzentrum

Halle (Saale) plant Abriss der beiden Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz bis 2029

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Die Stadt Halle (Saale) hat bekannt gegeben, die beiden erhöhten Autobahnbrücken am Riebeckplatz bis 2029 abreißen zu wollen. Die Entscheidung folgt auf Bedenken hinsichtlich ihrer abgelaufenen Nutzungsdauer sowie der Notwendigkeit, Platz für ein neues, Millionen teures Kulturzentrum zu schaffen. Behörden versichern jedoch, dass derzeit keine akute Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe.

Der Abriss ist Teil eines größeren Vorhabens zum Bau des „Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“. Die aus Spannbeton gefertigten Brücken haben das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Ihre Beseitigung schafft die nötige Fläche für das neue Projekt.

Als Reaktion auf den Einsturz der Dresdner Carola-Brücke hat die Stadt beschleunigte Prüfungen der eigenen Bauwerke angeordnet. Betroffen ist unter anderem die Hochstraße am Franckeplatz, die ein ähnliches Konstruktionsprinzip aufweist. Die Franckeplatz-Brücke verbindet die Altstadt mit der Neustadt und nähert sich ebenfalls dem Ende ihrer Nutzungsdauer.

René Rebenstorf, Leiter der Stadtentwicklung in Halle, betonte, dass sich die Franckeplatz-Brücke derzeit in einem besseren Zustand befinde. Sie sei unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit den Riebeckplatz-Brücken gebaut worden. Die Stadt plane zwar eine engmaschige Überwachung aller Brücken, sehe aber derzeit keine akute Gefährdung.

Langfristig hat sich die Verwaltung verpflichtet, die Brücken über Saale und Elisabethsaale im Laufe ihrer Alterung schrittweise zu ersetzen – und zwar im gleichen Umfang. Dieser Ansatz soll die Kontinuität des städtischen Verkehrsnetzes sichern.

Die Riebeckplatz-Brücken werden bis 2029 weichen, um das neue Kulturprojekt zu ermöglichen. Die Franckeplatz-Hochstraße bleibt unter Beobachtung, gilt aber als stabil. Die Stadt wird ihre Infrastruktur weiterhin prüfen und instand halten, um künftige Risiken zu vermeiden.

Quelle