13 March 2026, 16:59

Gurtpflicht-Kontrolle eskaliert: 72-Jähriger weigert sich zweimal – jetzt droht Strafe

Eine Straße mit Autos, Strommasten mit Käble, Gebäude, Bäume und Schilder, mit einer Tafel auf einem Strommasten, die 'Fahrer müssen den Sicherheitsgurt tragen' anzeigt.

Gurtpflicht-Kontrolle eskaliert: 72-Jähriger weigert sich zweimal – jetzt droht Strafe

Polizei in Bad Kreuznach führt am 12. März 2026 Verkehrskontrollen im Rahmen einer Gurtanlege-Aktion durch

Die Beamten kontrollierten im Rahmen einer bundesweiten Kampagne zur Durchsetzung der Gurtpflicht, ob Autofahrer und Mitfahrer die Sicherheitsvorschriften einhielten. Die meisten Verkehrsteilnehmer hielten sich daran – doch ein Vorfall sorgte für Aufsehen, als ein Fahrer sich wiederholt weigerte, den Sicherheitsgurt anzulegen.

Einsatzkräfte der Polizeidirektion Bad Kreuznach überprüften an verschiedenen Stellen der Stadt, ob die Insassen ordnungsgemäß angeschnallt waren. Die Mehrheit der Kontrollierten kannte die Regeln und trug den Gurt korrekt. Die Polizei nutzte die Gelegenheit zudem, um auf die lebensrettende Wirkung von Sicherheitsgurten bei Unfällen hinzuweisen.

Ein 72-jähriger Mann aus Wiesbaden wurde angehalten, weil er ohne Gurt fuhr. Er hinterfragte die Notwendigkeit und setzte seine Fahrt fort, ohne sich anzuschnallen. Nur 200 Meter weiter stoppten ihn die Beamten erneut – diesmal legte er den Gurt an, bevor er weiterfuhr.

Dem Fahrer drohen nun zwei Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen desselben Verstoßes. Die Bußgeldstelle prüft derzeit, ob aufgrund der wiederholten Weigerung ein höheres Strafmaß verhängt werden soll.

Die Kontrollen waren Teil der ROADPOL-Kampagne, an der sich die Polizei Rheinland-Pfalz vom 9. bis 15. März 2026 beteiligte. Die Behörden betonten, dass Sicherheitsgurte nach wie vor zu den einfachsten und wirksamsten Maßnahmen gehören, um bei einem Unfall Leben zu retten.

Die Aktion zeigte, dass die meisten Autofahrer die Gurtpflicht problemlos einhalten. Der Fall des 72-Jährigen macht jedoch deutlich, welche rechtlichen Konsequenzen bei Verstößen drohen. Die Polizei wird die Kontrollen fortsetzen, um die Zahl der Verkehrsverletzten und -toten zu reduzieren.

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