Guadalajara-Filmfestival endet mit Rekordpreisen und neuem Iberoamerika-Bündnis
Karl-Peter MöchlichenGuadalajara-Filmfestival endet mit Rekordpreisen und neuem Iberoamerika-Bündnis
Das 41. Filmfestival von Guadalajara endete mit hochkarätigen Preisträgern und Branchenwürdigungen
Das 41. Filmfestival von Guadalajara ging mit einer Reihe bedeutender Auszeichnungen und Ehrungen für die Filmindustrie zu Ende. Die chilenische Regisseurin Maite Alberdi überzeugte mit ihrem dokumentarisch-fiktionalen Hybridfilm "Ein eigenes Kind" (A Child of My Own), während "Roter Hangar" (Red Hangar) und "Liebe Fátima" (Querida Fátima) ihre jeweiligen Kategorien dominierten. Zudem wurde während des Festivals Iberfest ins Leben gerufen – ein neues Bündnis, das die Zusammenarbeit im iberoamerikanischen Kino stärken soll.
Juan Pablo Sallatos"Roter Hangar" räumte in der Sektion Iberoamerikanisches Kino sämtliche verfügbaren Preise ab. Hauptdarsteller Nicolás Zárate teilte sich den Darstellerpreis mit María Magdalena Sanizo, die für ihre Rolle in "Die Tochter des Kondors" (The Condor Daughter) ausgezeichnet wurde. "Liebe Fátima" – ein Film, der sich mit dem realen Appell der Protagonistin Lorena Gutiérrez an Präsidentin Claudia Sheinbaum um Gerechtigkeit dreht – gewann in der Premio-Mezcal-Sektion die Auszeichnungen für Bester Film, Beste Regie und den Publikumspreis.
Das Festival ehrte zudem verdiente Persönlichkeiten der Branche: Elena Vilardell erhielt eine besondere Würdigung für ihr Engagement bei der Stärkung der iberoamerikanischen Filmkooperationen. Darren Aronofsky wurde mit einem Internationalen Tribute geehrt, während beim 22. Koproduktionstreffen die Projekte "Der Flüsterer" (The Whisperer) und "Die andere Seite" (The Other Side) wichtige Sachpreise erhielten. Darüber hinaus sicherte sich die argentinisch-spanische Koproduktion"Armer Daniel" (Poor Daniel) fünf Auszeichnungen für Postproduktionsförderung im Rahmen von Guadalajara Construye.
Am letzten Festivaltag kündigten die Veranstalter die Gründung von Iberfest an. Die Initiative, unterstützt von 11 iberoamerikanischen Filmfestivals, zielt darauf ab, die Zusammenarbeit in der Region zu vereinfachen und Kosten zu teilen.
In diesem Jahr stand das Festival sowohl für kreative als auch für branchenrelevante Erfolge. "Roter Hangar" und "Liebe Fátima" gingen als große Gewinner hervor, während neue Vorhaben wie Iberfest künftige Kooperationen prägen könnten. Mit Preisen für aufstrebende Filme und Ehrungen für etablierte Persönlichkeiten festigte das Festival einmal mehr seine zentrale Rolle im iberoamerikanischen Kino.






