Gorleben bleibt Atomlager – doch die Suche nach dem Endlager geht weiter
Karl-Peter MöchlichenGorleben bleibt Atomlager – doch die Suche nach dem Endlager geht weiter
Deutschlands Atomlager Gorleben bleibt weitere 20 Jahre in Betrieb
Die Entscheidung fällt in einer Phase, in der das Land nach wie vor nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle sucht. Die aktuelle Genehmigung für das Zwischenlager sollte 2034 nach vier Jahrzehnten Betrieb auslaufen.
Die Verlängerung wurde von der bundeseigenen Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) vorgeschlagen. Das Unternehmen begründet dies damit, dass die Anlage weiterhin sicher betrieben werden könne. Nun prüft das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) den Antrag.
In Gorleben lagern derzeit 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall. Die zwischen 1982 und 1983 errichtete Anlage verfügt über dünnere Wände und Decken als neuere Zwischenlager. Mit der Verlängerung soll Fachwissen im Umgang mit Atommüll erhalten bleiben, bis eine langfristige Lösung gefunden ist.
Umweltverbände äußern jedoch Bedenken. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg (BI) warnt vor möglichen Risiken für die langfristige Sicherheit.
Die Genehmigungsverlängerung sichert den Betrieb Gorlebens mindestens bis 2054. Damit bleibt die Kontinuität in der Entsorgung gewahrt, während Deutschland weiter nach einem Endlager sucht. Die behördliche Aufsicht bleibt während des gesamten Prozesses bestehen.
