12 June 2026, 22:25

Gewerkschaft NGG fordert faire Löhne für Mainzer Gastronomie vor der Fußball-WM

"Foul play" in Mainzer Gastronomie? Gewerkschaft stellt klaren Statement

Gewerkschaft NGG fordert faire Löhne für Mainzer Gastronomie vor der Fußball-WM

Gewerkschaft NGG kämpft für bessere Arbeitsbedingungen in Mainzer Gastronomie vor der WM

Vor der Fußball-Weltmeisterschaft setzt sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für faire Arbeitsbedingungen in der Mainzer Gastronomie ein. Sie warnt Arbeitgeber davor, Beschäftigte während des Turniers mit übermäßigen Überstunden auszubeuten, während Fans sich auf die Spiele konzentrieren.

Aktuell befindet sich die NGG in einem Tarifkonflikt mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA). Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 14,5 Prozent, was für eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft in der Küche mindestens 400 Euro mehr im Monat bedeuten würde. Die Gegenangebote des DEHOGA wurden als unzureichend abgelehnt – die NGG bezeichnete sie als „Schlag ins Gesicht“ der Beschäftigten.

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Die Gewerkschaft betont, dass die Belegschaften bereit seien, während der WM zu arbeiten – allerdings nur zu fairen Löhnen und mit zumutbaren Dienstplänen. Gleichzeitig fordert sie Betriebe auf, in Stoßzeiten zusätzliches Personal einzustellen, um die bestehenden Teams nicht zu überlasten. Spätere Anpfiffzeiten, oft um 22 oder sogar 1 Uhr nachts, könnten zudem die Zahl der öffentlichen Public-Viewing-Standorte in Mainz verringern und zu überfüllten Locations führen.

Die NGG besteht darauf, dass Arbeitgeber individuelle Lebensumstände respektieren und eine „Überstunden-WM“ verhindern müssen. Faire Bezahlung und angemessene Arbeitszeiten bleiben zentrale Forderungen für die rund 6.850 Beschäftigten in der Mainzer Gastronomie. Die Verhandlungen über bessere Bedingungen laufen weiter – noch vor Beginn des Turniers.

Quelle