19 April 2026, 10:27

Georg Restle attackiert ARD: "Normalisierung der AfD ist gefährlich"

Plakat für den Radiosender "Die Stimme der liberalen Muslime", das Bilder von Menschen mit Headsets und Mikrofonen zeigt.

Georg Restle attackiert ARD: "Normalisierung der AfD ist gefährlich"

ARD-Moderator Georg Restle kritisiert scharf den Umgang seines Senders mit der rechtsextremen AfD

Der ARD-Journalist Georg Restle hat die Berichterstattung seines eigenen Senders über die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) scharf verurteilt. In jüngsten Stellungnahmen warf er der Partei Verbindungen zu gewaltbereitem Extremismus vor und warnte davor, ihre Darstellung in den Medien zu normalisieren. Seine Kritik richtete sich auch gegen interne Entscheidungen der ARD, darunter Kürzungen bei seinem investigativen Politikmagazin Monitor.

Restle argumentierte, die AfD beziehe ihre Stärke aus "gewaltbereitem Rechtsextremismus auf den Straßen". Er bestehe darauf, dass die Ideologie der Partei nicht gleichberechtigt neben anderen politischen Kräften behandelt werden dürfe. Besonders deutlich lehnte er es ab, dem AfD-Politiker Björn Höcke in der Wahlberichterstattung dieselbe Plattform wie etablierten Politikern einzuräumen.

Laut Restle gebe es keinen nennenswerten ideologischen Unterschied zwischen dem Höcke-Flügel der AfD und der Fraktion um Parteichef Tino Chrupalla. Zudem kritisierte er den Sparkurs der ARD und die zunehmende Effizienzorientierung des Senders. Dies gefährde, so Restle, den öffentlichen Auftrag des Rundfunks. Die Kürzung der Sendezeit von Monitor bezeichnete er als "großen Fehler" – gerade in einer Zeit globaler Unsicherheit brauche das Publikum mehr Hintergründe und Einordnung.

Restle berichtete zudem von Widerständen innerhalb der ARD gegen kritische Berichterstattung über die AfD. Er sprach von "heftigem Gegenwind" für Journalisten, die die Partei infrage stellten, und bedauerte die "Zögerlichkeit" einiger Kollegen. Seine Äußerungen deuten auf tiefe Gräben hin, wie der Sender mit der politischen Landschaft Deutschlands umgehen sollte.

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Restles Kritik unterstreicht die Spannungen um die redaktionelle Ausrichtung der ARD und ihren Umgang mit der AfD. Seine Warnungen verweisen auf mögliche Folgen für die öffentliche Debatte, falls der investigative Journalismus an den Rand gedrängt wird. Die Diskussion über die mediale Präsenz der Partei – und wie mit Extremismus umzugehen ist – bleibt innerhalb des Senders weiterhin ungelöst.

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