07 April 2026, 04:27

GDL-Chef Reißen attackiert Deutsche Bahn als "Geldwäschmaschine" mit 600 Tochterfirmen

Anzeige für einen Zug mit einem Zugbild, Text 'Dresdner Transport & Lagerhaus-Akt-Ges' und ein paar Gebäude im Hintergrund.

GDL-Chef Reißen attackiert Deutsche Bahn als "Geldwäschmaschine" mit 600 Tochterfirmen

Mario Reißen, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), hat die Deutsche Bahn (DB) scharf für ihre Finanzpraktiken und Führungsentscheidungen kritisiert. In einem Interview mit Tagesspiegel Background Verkehr & Smart Mobility warf er dem Unternehmen vor, ein übermäßig komplexes und ineffizientes System zu betreiben, das öffentliche Gelder verschwendet. Seine Äußerungen fallen in eine Phase umfassender Führungswechsel unter der neuen Vorstandsvorsitzenden Evelyn Palla.

Reißen bezeichnete die Finanzstruktur der DB als "Geldwäschmaschine" und behauptete, das Unternehmen nutze rund 600 Tochtergesellschaften, um Finanzströme zu verschleiern und Steuergelder abzusichern. Die interne Abrechnung zwischen diesen Beteiligungen führe seiner Ansicht nach zu unnötigen Kosten und Verwirrung. Zudem kritisierte er die Ernennung von Karin Dohm zur Finanzchefin als unqualifiziert.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Er hinterfragte auch, warum moderne Züge und neue Technologien die Fernverkehrsleistungen nicht verbessert hätten, sondern stattdessen zu anhaltenden Betriebsproblemen beitrügen. Trotz dieser Bedenken zeigte sich Reißen mit einigen jüngsten Entscheidungen Pallas einverstanden, darunter die Entlassung von Dohm und der ehemaligen Infrastrukturvorständin Sigrid Nikutta. Besonders lobte er die Halbierung der Top-Management-Ebene durch Palla als notwendigen Schritt zur Steigerung der Produktivität.

Reißen forderte Palla auf, entschlossen zu handeln, statt wie ihr Vorgänger leere Versprechungen zu machen. Er warnte, dass Dohms Ernennung voraussichtlich zu weiteren Konflikten und höheren Kosten für die Steuerzahler führen werde. Seine Aussagen spiegeln die wachsende Frustration innerhalb der Gewerkschaft über die Unternehmensführung und mangelnde Transparenz bei der DB wider.

Reißens Kritik wirft ein Schlaglicht auf tief verwurzelte Probleme in der Führungsetage und den Finanzabläufen der Deutschen Bahn. Die Unterstützung des Gewerkschaftschefs für Pallas Umstrukturierungsbemühungen deutet auf eine Forderung nach mehr Verantwortlichkeit und Effizienz hin. Wie das Unternehmen auf diese Vorwürfe reagiert, könnte seine künftigen Geschäftsaktivitäten und die öffentliche Finanzierung prägen.

Quelle