Füchse Berlin jagen Magdeburg – das Titelrennen bleibt spannend bis zum Schluss
Karl-Peter MöchlichenFüchse Berlin jagen Magdeburg – das Titelrennen bleibt spannend bis zum Schluss
Füchse Berlin bereiten sich auf das entscheidende Duell gegen den SC Magdeburg in der Handball-Bundesliga vor. Ein Sieg könnte ihre Titelchancen – wenn auch nur geringfügig – deutlich verbessern. Trotz der Aussage, der Kampf um die Meisterschaft sei praktisch schon vor dem Anpfiff entschieden, bleibt Trainer Nicolej Krickau optimistisch.
Krickau übernahm das Amt unter schwierigsten Voraussetzungen: Sein Debüt folgte auf den abrupten Abgang des vorherigen Cheftrainers sowie des Sportdirektors, was das Team in Turbulenzen stürzte. Nun steht er vor einer schweren Aufgabe gegen den Tabellenführer SC Magdeburg, der mit 46 Punkten aus nur einer Niederlage und zwei Unentschieden die Liga dominiert.
Doch Magdeburgs Überlegenheit zeigt erste Risse. Nach jüngsten Niederlagen in der Champions League und der Bundesliga bröckelt der Nimbus der Unbesiegbarkeit, wie der ehemalige Handballstar Stefan Kretzschmar analysiert. Er traut den Füchsen sogar einen Auswärtssieg in Magdeburg zu – eine Einschätzung, die Krickau teilt. Sein Team sei durchaus in der Lage, auch auf fremdem Parkett zu gewinnen, betont der Trainer.
Mit Mathias Gidsel als treibender Kraft bleiben die Berliner im Titelrennen, gemeinsam mit Flensburg, Kiel und Gummersbach. Krickau räumt jedoch ein, dass seine Mannschaft die letzte mit realistischen Aussichten ist, Magdeburg noch einzuholen.
Ein Erfolg würde die Meisterschaftswahrscheinlichkeit der Füchse zwar nur um ein oder zwei Prozent erhöhen – doch in einem so engen Rennen könnte jeder Punkt den Unterschied machen.
Das Spiel in Magdeburg ist für die Berliner von höchster Bedeutung: Ein Sieg würde ihre ohnehin schmalen Titelhoffnungen am Leben halten und Magdeburgs Selbstvertrauen weiter erschüttern. Noch immer führt der Tabellenführer mit deutlichem Abstand – doch die Lücke wird langsam kleiner.






