26 March 2026, 12:32

Freiburg erlassen iranischen Studierenden die Studiengebühren wegen finanzieller Not

Plakat, das kostenlose Kurse für Flüchtlinge auf Coursera ankündigt, mit mehreren Personen im Hintergrund, die Taschen halten.

Freiburg erlassen iranischen Studierenden die Studiengebühren wegen finanzieller Not

Iranische Studierende in Baden-Württemberg leiden unter schwerer finanzieller Not

Aufgrund der eskalierenden Spannungen in ihrem Heimatland stehen iranische Studierende in Baden-Württemberg vor massiven finanziellen Problemen. Als Reaktion darauf hat die Universität Freiburg für das kommende Sommersemester 2026 die Studiengebühren für rund 50 betroffene Studierende erlassen. Der Schritt ist Teil einer Welle von Hilfsmaßnahmen, mit denen Politik und Institutionen dringend Unterstützung leisten.

Seit 2020 hat sich die politische und wirtschaftliche Krise im Iran durch Sanktionen, eine galoppierende Inflation und jüngste militärische Konflikte weiter zugespitzt. Ein gemeinsamer Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar 2026 trieb die Ölpreise in die Höhe und belastete den staatlichen Haushalt zusätzlich. In der Folge wurden die finanziellen Zuwendungen für iranische Studierende im Ausland drastisch gekürzt.

Internationale Studierende aus Nicht-EU-Ländern in Baden-Württemberg zahlen in der Regel 1.500 Euro pro Semester. Die Hochschulen haben jedoch die Möglichkeit, diese Gebühren in Fällen besonderer Härte zu erlassen. Die Universität Freiburg prüfte alle Anträge der betroffenen iranischen Studierenden und bewilligte jeden einzelnen.

Wissenschaftsministerin Petra Olschowski rief die Hochschulen im Land dazu auf, die Unterstützungsangebote für die Betroffenen zu vereinfachen. Gleichzeitig stellen die Studierendenwerke Notfallhilfen bereit, darunter Härtefallfonds. Einige Politiker diskutieren nun, ob die Studiengebühren für internationale Studierende vollständig abgeschafft werden sollten, um künftige Krisen dieser Art zu verhindern.

Die Gebührenbefreiungen und Soforthilfen lindern zwar den akuten Druck auf die iranischen Studierenden, die plötzlich ohne finanzielle Absicherung dastehen. Doch die Situation hat auch die grundsätzliche Debatte über die Gebührenpolitik für internationale Studierende in Deutschland neu entfacht. Hochschulen und Verantwortliche arbeiten weiterhin an langfristigen Lösungen, um Studierende vor künftigen wirtschaftlichen Schocks zu schützen.

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