Flexo in Salzgitter: Droht 2027 das Aus für den beliebten On-Demand-Bus?
Karl-Peter MöchlichenFlexo in Salzgitter: Droht 2027 das Aus für den beliebten On-Demand-Bus?
Die Zukunft des On-Demand-Busdienstes Flexo in Salzgitter bleibt ungewiss, da die aktuelle Finanzierung demnächst ausläuft. Der Service, der Gebiete wie Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und Baddeckenstedt bedient, hängt von regionalen Zuschüssen ab, die im Dezember 2026 enden. Ohne neue Vereinbarungen könnte das beliebte Verkehrsangebot ab 2027 auf vielen Strecken wegfallen.
Flexo war zunächst mit Unterstützung des Regionalverbands Braunschweig eingeführt worden, der seit dem Start 50 Prozent der Kosten trägt. Diese Förderung läuft Ende 2026 aus, sodass die Kommunen künftig selbst für die Finanzierung aufkommen müssen. Einige Regionen wie der Landkreis Gifhorn und Baddeckenstedt haben bereits langfristige Verträge abgeschlossen – dort soll Flexo bis 2033 bzw. 2031 weiterbetrieben werden.
Für Salzgitter hingegen ist die Lage weniger klar. Die Stadt muss entscheiden, ob sie den Service über das aktuelle Vertragsende hinaus weiter finanziert. Die lokalen Politiker stehen noch in diesem Jahr vor der Aufgabe, die notwendigen Beschlüsse für 2027 zu fassen.
Angesichts der Unsicherheit haben zwei Schülerinnen aus Salzgitter-Thiede, Ece Hickorkmaz und Esila Isbir, eine Kampagne zum Erhalt von Flexo gestartet. Eine Online-Petition hat bereits bis Sonntag 460 Unterschriften gesammelt – ein Zeichen für die große öffentliche Unterstützung des flexiblen Verkehrsangebots.
Flexo bedient derzeit mehrere Orte, darunter Salzgitter-Bad und kleinere umliegende Gemeinden. Falls keine neue Finanzierung gesichert wird, droht diesen Gebieten der vollständige Verlust der Rufbusse.
Die Entscheidung über die Zukunft von Flexo liegt nun bei den Salzgitteraner Kommunalpolitiker:innen. Wird keine Finanzierung bewilligt, endet der Service 2027 auf den meisten Strecken. Währenddessen profitieren Nachbarregionen mit langfristigen Verträgen noch Jahre von dem Verkehrsangebot.






