09 May 2026, 08:27

Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – Umsatzrückgang zwingt zum Umdenken

Großes industrielles Lager mit gestapelten Kisten, Kränen an der Decke, Zaun, Pfosten und einer entfernten Wand in einer automatisierten Fertigungsumgebung.

Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – Umsatzrückgang zwingt zum Umdenken

Festo kündigt Abbau von 1.300 Stellen in Deutschland an

Der familiengeführte Automatisierungsspezialist Festo mit Sitz in Esslingen hat Pläne bekannt gegeben, rund 1.300 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Der Schritt folgt auf einen Rückgang der Umsätze um 3,7 Prozent im Jahr 2025 – das dritte Jahr in Folge mit sinkenden Verkaufszahlen. Als Gründe nannte die Unternehmensführung globale Marktverschiebungen, den wachsenden Wettbewerb aus Asien sowie geopolitische Instabilität.

Der Umsatz von Festo sank 2025 auf etwa 3,33 Milliarden Euro und setzte damit den Abwärtstrend fort. Das Unternehmen, bekannt für Industrieautomation und Steuerungstechnik, liefert pneumatische Systeme, Softwarelösungen und KI-gestützte Technologien an Branchen wie Automobilbau, Lebensmittelverarbeitung und Medizintechnik. Neben der Fertigung engagiert sich Festo auch in der technischen Ausbildung und baut sein Geschäftsfeld im Bereich nachhaltiger Bioreaktor-Technologien aus.

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Um den finanziellen Druck zu bewältigen, startet Festo ein globales Transformationsprogramm, das Effizienzsteigerungen und Wachstum fördern soll. Im Rahmen der Umstrukturierung wird vor allem der deutsche Standort gestrafft, um Ressourcen für Investitionen freizusetzen. Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 20.600 Mitarbeiter, davon etwa 8.200 in Deutschland.

Die Stellenstreichungen sind Teil einer umfassenden Neuausrichtung, mit der Festo seine Position in den Bereichen Automatisierung und technische Bildung stärken will. Gleichzeitig soll das Unternehmen flexibler auf veränderte Marktbedingungen reagieren können. Die Kürzungen betreffen etwa 16 Prozent der deutschen Belegschaft. Mit dem Transformationsplan will Festo die Geschäfte stabilisieren und zukünftige Entwicklungen finanzieren. Unternehmensvertreter betonten, dass die Maßnahmen notwendig seien, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit in einem herausfordernden globalen Umfeld zu sichern.

Quelle