06 May 2026, 16:27

Familienunternehmen warnen vor stillem Ausbluten der deutschen Wirtschaft

Offenes Buch mit handgeschriebenem genealogischen Familienbaumchart, das die Abstammung einer deutschen Familie detailliert.

Familienunternehmen warnen vor stillem Ausbluten der deutschen Wirtschaft

Zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition hat die Stiftung Familienunternehmen und Politik die Bundesregierung scharf kritisiert. Die Organisation, die über 600 mittelständische und große Familienbetriebe vertritt, wirft der Regierung vor, ihre Erwartungen enttäuscht zu haben. Vorstandsmitglied Rainer Kirchdörfer warnte, die exportabhängige deutsche Wirtschaft stehe vor ernsten Risiken.

Kirchdörfer beschrieb die Lage als einen schleichenden, aber stetigen Niedergang – ein „stilles Ausbluten“ der Wirtschaft. Zwar wollten Familienunternehmen weiterhin in Deutschland investieren, doch zwängen sie restriktive Rahmenbedingungen zunehmend dazu, Gewinne im Ausland zu erzielen.

Das Vorstandsmitglied verwies zudem auf wachsende Sorgen wegen der Instabilität im Welthandel. Die USA untergruben seiner Ansicht nach die Planbarkeit auf den internationalen Märkten. Gleichzeitig kämpften europäische Führungskräfte mit überbordender Bürokratie, was die wirtschaftliche Belastung weiter verschärfe.

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In seinen Äußerungen betonte Kirchdörfer die Dringlichkeit verbesserter Rahmenbedingungen, um sowohl die Familienbetriebe als auch die nächste Generation zu stärken. Ein Scheitern der aktuellen Regierung sei keine Option mehr, doch an spürbare Entlastungen bei Bürokratie oder Staatsausgaben glaube er kaum.

Die Kritik der Stiftung fällt in eine Zeit, in der Familienunternehmen zunehmend unter Druck geraten, ihre Geschäfte ins Ausland zu verlagern. Ohne Kurskorrekturen in der Politik könnte das exportbasierte deutsche Modell weiter an Kraft verlieren. Kirchdörfers Warnungen deuten auf eine wachsende Kluft zwischen wirtschaftlichen Ambitionen und politischem Handeln hin.

Quelle