Fahrpreise im MDV steigen ab August 2026 – diese Änderungen kommen auf Pendler zu
Karl-Peter MöchlichenFahrpreise im MDV steigen ab August 2026 – diese Änderungen kommen auf Pendler zu
Fahrpreise im mitteldeutschen Nahverkehr ändern sich ab August 2026
Ab August 2026 stehen im öffentlichen Personennahverkehr in Mitteldeutschland umfangreiche Tarifanpassungen bevor. Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) hat Änderungen beschlossen, die neue Ticketoptionen einführen und andere schrittweise abschaffen. Während einige Preise steigen, werden auch Rabatte für Familien und Auszubildende im überarbeiteten System angepasst.
Die neuen Tarife treten voraussichtlich am Samstag, den 1. August 2026, in Kraft – vorausgesetzt, die zuständigen Landes- und Kommunalbehörden erteilen die endgültige Genehmigung. Die durchschnittlichen Preiserhöhungen fallen je nach Region unterschiedlich aus: in einigen Landkreisen 5,56 Prozent, in Leipzig 5,0 Prozent und in Halle (Saale) 3,2 Prozent. Ein Einzelticket wird dann 3,50 Euro kosten, der Kurzstreckentarif in Halle steigt auf 2,50 Euro.
Zu den Neuerungen gehören ein MonatsTicket für Auszubildende zum Preis von 53,10 Euro sowie ein SchülerTicket für 30,70 Euro. Das 24-Stunden-Ticket Plus für Halle und die umliegende Region ermöglicht künftig die kostenlose Mitnahme von bis zu drei Kindern. Zudem profitieren ABO-Flex-Kunden in Halle vom neuen täglichen Bestpreis im Liniennetz.
Mehrere wenig nachgefragte Tickets werdengestrichen, darunter das 24-Stunden-Gruppenticket, das 24-Stunden-Kinderticket, das 4-Fahrten-Ticket in ländlichen Kreisen sowie das 9-Uhr-MonatsTicket in Halle. Die MDV-Tickets gelten weiterhin in S-Bahnen, Regionalzügen, Bussen und Straßenbahnen auf einer Fläche von 11.300 Quadratkilometern und bedienen damit 2,1 Millionen Menschen in Städten wie Halle (Saale) und Leipzig.
Ziel der Anpassungen ist eine Vereinfachung des Tarifsystems bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Nutzungsgewohnheiten. Familien mit Kindern profitieren von erweiterten kostenlosen Mitnahmemöglichkeiten, während weniger gefragte Angebote entfallen. Die endgültige Umsetzung hängt jedoch von der behördlichen Freigabe bis zum Stichtag im August ab.






