Evonik erhöht Methionin-Preise um 10 Prozent wegen Lieferengpässen und steigender Kosten
Sami RöhrichtEvonik erhöht Methionin-Preise um 10 Prozent wegen Lieferengpässen und steigender Kosten
Evonik erhöht Preise für Futtermittelzusatz Methionin um 10 Prozent weltweit
Der Chemiekonzern Evonik hat die Preise für seinen Futtermittelzusatz Methionin um 10 Prozent angehoben. Der Schritt folgt auf Lieferengpässe, die durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten ausgelöst wurden. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen eine neue Dividendenpolitik an und brachte ein umweltfreundliches Anti-Graffiti-Produkt auf den Markt.
In den zwei Jahren vor 2024 verzeichnete der globale Methioninmarkt ein stetiges Wachstum. Unternehmen wie Evonik und Adisseo erweiterten ihre Produktion, um die steigende Nachfrage in der Tierfutterindustrie zu bedienen – insbesondere, da sich die Viehzuchtsektoren nach der COVID-19-Pandemie erholten. Die Preise blieben mit rund 2.500 bis 3.000 US-Dollar pro Tonne bis Anfang 2026 stabil, bis es zu Störungen kam.
Die aktuelle Versorgungsknappheit hat den Aktienkurs von Evonik in die Höhe getrieben. Mit der Preiserhöhung um 10 Prozent für MetAMINO® will das Unternehmen gestiegene Kosten ausgleichen und die Margen in seiner Futtermittelsparte stabilisieren. Analysten erwarten, dass die Anpassung – kombiniert mit kontrollierten Energieausgaben – die EBITDA-Entwicklung in diesem Segment verbessern wird.
Für das Jahr 2025 hat Evonik eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie festgelegt. Ab 2026 sollen 40 bis 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses ausgeschüttet werden, was über den bisherigen Werten liegt. Dennoch erreichte die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) 2025 nur 6,1 Prozent und verfehlte damit das mittelfristige Ziel von 11 Prozent.
In einer weiteren Entwicklung brachte das Unternehmen eine PFAS-freie Anti-Graffiti-Lösung auf den Markt. Das Produkt entspricht strengeren Umweltvorschriften und erweitert Evoniks Portfolio im Bereich nachhaltiger Beschichtungen. Das institutionelle Interesse bleibt hoch: Erst kürzlich meldete Goldman Sachs eine Stimmrechtsmitteilung.
Die Preiserhöhung und stabile Energiepreise dürften dieProfitabilität von Evonik im Bereich Tierernährung stützen. Die Aktionäre erhalten für 2025 eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie, wobei ab 2026 höhere Ausschüttungen geplant sind. Das neue Anti-Graffiti-Produkt festigt zudem die Position des Unternehmens bei umweltkonformen Materialien.






