07 April 2026, 15:03

Erfurt verhandelt über sechsstellige Abfindung im Streit mit Ex-Mitarbeiter Guy Montavon

Ein Anwalt in Anzug sitzt an einem Tisch mit einer Waage vor ihm, die er mit Text und Zahlen markiert.

Erfurt verhandelt über sechsstellige Abfindung im Streit mit Ex-Mitarbeiter Guy Montavon

Die Stadt Erfurt verhandelt derzeit über eine außergerichtliche Einigung in einem langwierigen Rechtsstreit mit dem ehemaligen Mitarbeiter Guy Montavon. Im Mittelpunkt des Falls steht seine fristlose Entlassung vor über zwei Jahren, die auf Vorwürfe wegen Machtmissbrauchs und sexueller Fehlverhalten folgte. Diese Anschuldigungen wurden jedoch nie gerichtlich bewiesen.

Eine mögliche gütliche Einigung hängt nun von einer sechsstelligen Zahlung ab, die vor allem ausstehende Gehaltsansprüche abdecken soll. Doch die Verhandlungen stockten, nachdem Montavon eine neue Forderung stellte, was die Stadtverantwortlichen verärgert hat.

Montavon war Anfang 2022 ohne vorherige Kündigungsfrist entlassen worden. Die Stadt begründete dies mit schwerwiegenden Pflichtverstößen, doch keine gerichtliche Entscheidung hat die Vorwürfe bisher bestätigt. Seitdem kämpft er um seine Wiedereinstellung – ein Prozess, den er über die Gerichte vorantreibt.

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Ein Schlichtungsgespräch Mitte März brachte beide Seiten einer Einigung näher. Die vorgeschlagene Vergleichssumme, die sich laut Berichten im mittleren sechsstelligen Bereich bewegt, soll entgangene Einnahmen ausgleichen. Falls der Stadtrat zustimmt, könnte die Vereinbarung im Mai unterzeichnet werden.

Scheitern die Verhandlungen, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt. Montavon hat angedeutet, seine Klage fallen zu lassen, sollte eine Einigung zustande kommen. Die Stadt hingegen lehnt jede Stellungnahme ab und verweist auf eine Vertraulichkeitsklausel in den laufenden Gesprächen.

Das weitere Vorgehen hängt nun davon ab, ob der Stadtrat den finanziellen Bedingungen zustimmt. Bei Erfolg würde der Vergleich einen Streit beenden, der sich bereits über mehr als zwei Jahre hinzieht. Kommt es zu keiner Einigung, setzt sich der Rechtsstreit im Herbst fort – und die Unsicherheit für beide Seiten dauert an.

Quelle