Energyfish-Turbinen revolutionieren Wasserkraft am Rhein ohne Fischsterben
Sami RöhrichtEnergyfish-Turbinen revolutionieren Wasserkraft am Rhein ohne Fischsterben
Eine neue Generation von Wasserkraftturbinen macht in Rheinland-Pfalz Fortschritte. Das Energyfish-System, das leise in Flüsse integriert wird, breitet sich am Rhein aus – mit Plänen für einen Schwarm aus 124 Turbinen. Die kompakte Anlage verspricht zuverlässigen Strom, ohne Fischwanderungen oder die Landschaft zu beeinträchtigen.
Drei Energyfish-Turbinen laufen bereits in einem Rhein-Nebenarm bei Sankt Goar. Jede erzeugt rund 15 Megawattstunden Strom pro Jahr. Ein vollständiger Schwarm mit 100 Turbinen könnte jährlich 1,5 Gigawattstunden liefern – genug, um 450 durchschnittliche deutsche Haushalte zu versorgen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Wasserkraftwerken blockieren diese Turbinen keine Fische auf dem Weg zu ihren Laichgründen. Sie arbeiten geräuschlos und halten extremen Bedingungen wie Eis und Hochwasser stand. Während Solar- und Windenergie oft schwanken, bieten die Turbinen eine stabile Alternative.
Weiter 21 Turbinen sollen die bestehenden drei ergänzen, sodass insgesamt 124 Einheiten entstehen. Rheinland-Pfalz ist Vorreiter bei der Energiewende: Erneuerbare decken bereits 64 Prozent des Strombedarfs. Das Land hat ehrgeizige Ziele: Klimaneutralität der öffentlichen Verwaltung bis 2030 und für die gesamte Region zwischen 2035 und 2040.
Wasserkraft macht derzeit etwa drei Prozent der deutschen Stromerzeugung aus. Bei der jüngsten Landtagswahl wurde Klimapolitik zum zentralen Thema – mit unterschiedlichen Ansätzen von SPD und CDU zum Umweltschutz.
Das Energyfish-Projekt fügt dem Stromnetz in Rheinland-Pfalz eine kleine, aber stetige erneuerbare Energiequelle hinzu. Mit 21 weiteren Turbinen entsteht bald ein Schwarm aus 124 Einheiten. Das Land treibt die Klimaneutralität voran und setzt dabei auf Energiezuverlässigkeit und ökologische Verträglichkeit.






