Dierfeld verzeichnet 100-prozentige Wahlbeteiligung - Dierfeld schafft perfekte Wahlbeteiligung mit nur acht Wählern
Dierfeld, die kleinste Gemeinde in Rheinland-Pfalz, sorgt für Schlagzeilen, nachdem sie bei der jüngsten Landtagswahl eine perfekte Wahlbeteiligung verzeichnete. Alle acht wahlberechtigten Einwohner gaben ihre Stimme ab und sicherten so eine vollständige Teilhabe am demokratischen Prozess. Um die Wahlgeheimhaltung zu wahren, schloss sich das winzige Dorf mit einer Nachbargemeinde für die Stimmabgabe zusammen.
Dierfeld zählt gerade einmal 15 Einwohner, von denen die meisten entweder Familienmitglieder oder Angestellte eines historischen Anwesens sind. Die Ursprünge des Ortes reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück, als er als Jagdhaus entstand, bevor er Anfang des 20. Jahrhunderts von der Familie von Greve erworben wurde. Heute gehört Dierfeld zu den kleinsten Siedlungen des Bundeslandes – neben Hamm (16 Einwohner) und Keppeshausen (17 Einwohner) im Landkreis Bitburg-Prüm.
Rheinland-Pfalz umfasst rund 2.300 Gemeinden, von denen etwa 140 weniger als 100 Einwohner zählen. Die Wahlvorschriften sehen vor, dass mindestens 30 Stimmzettel in einer Urne liegen müssen, um die Geheimhaltung zu gewährleisten – eine Hürde, die Dierfeld allein nicht hätte nehmen können. Als Lösung verlegte das Dorf seinen Wahlbezirk in den Nachbarort Manderscheid, ein Modell, das bereits 47 andere kleine Gemeinden bei der Landtagswahl 2021 nutzten.
Doch Dierfeld macht nicht nur mit seiner Wahlbesonderheit auf sich aufmerksam: Derzeit entsteht dort ein 15 Hektar großes Solarfeld. Das Projekt soll die erneuerbaren Energien vorantreiben und gleichzeitig lokale gemeinnützige Initiativen finanzieren.
Die Wahl in Dierfeld zeigt, mit welchen Herausforderungen winzige Gemeinden konfrontiert sind – und wie sie kreative Lösungen finden, um demokratische Prozesse zu wahren. Durch die Kooperation mit einem größeren Nachbarort sicherte das Dorf die Geheimhaltung der Wahl und erreichte zugleich eine vollständige Wahlbeteiligung. Gleichzeitig markiert das neue Solarfeld einen Schritt in Richtung nachhaltiges Wachstum und lokale Investitionen.






