Deutschlands Wirtschaft rutscht in die zweite Rezession – Prognosen drastisch gesenkt
Sami RöhrichtDeutschlands Wirtschaft rutscht in die zweite Rezession – Prognosen drastisch gesenkt
Die Wirtschaftslage Deutschlands hat sich nach Einschätzung der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute deutlich eingetrübt. Ihre aktuelle Prognose, die am Mittwoch, dem 31. Mai 2023, veröffentlicht werden soll, korrigiert die Wachstumserwartungen drastisch nach unten.
Die Institute rechnen nun für das Jahr 2023 nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,6 Prozent – ein deutlicher Rückgang gegenüber der bisherigen Prognose von 1,3 Prozent, die erst vor sechs Monaten veröffentlicht wurde. Hauptgrund für diese Abwärtskorrektur sind die wirtschaftlichen Folgen des Krieges im Iran sowie die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise.
Auch für 2024 bleibt die Lage düster: Statt des einst erwarteten Wachstums von 1,4 Prozent schrumpfte die Wirtschaft um 0,2 Prozent. Dies folgt auf einen Rückgang um 0,3 Prozent im Jahr 2023 und bestätigt damit das zweite Rezessionsjahr in Folge. Im Laufe des Jahres 2025 zeigten wiederholte Anpassungen der Prognosen weiterhin anhaltende Schwächen bei den Exporten und im privaten Konsum.
Der Ausblick bis 2027 bleibt verhalten. Die Institute erwarten ein BIP-Wachstum von lediglich etwa 1 Prozent – deutlich unter den früheren Erwartungen.
Die überarbeiteten Prognosen spiegeln anhaltende wirtschaftliche Herausforderungen wider, von geopolitischen Spannungen bis hin zu Energiekrisen. Da Exporte und Verbraucherausgaben weiterhin schwächeln, gestaltet sich der Erholungsprozess Deutschlands langsam und unsicher. Der vollständige Bericht wird am 31. Mai 2023 veröffentlicht.






