05 June 2026, 18:22

Deutsche fürchten Deepfakes und Falschmeldungen – und fordern härtere Gesetze

Fake News: 9 von 10 Deutschen wollen die Verbreitung zu einem Straftatbestand machen

Deutsche fürchten Deepfakes und Falschmeldungen – und fordern härtere Gesetze

Eine neue Umfrage offenbart wachsende Sorgen unter Deutschen angesichts von Falschmeldungen und KI-generierten Deepfakes. Viele geben an, Schwierigkeiten zu haben, Online-Inhalte zu überprüfen – ein beträchtlicher Teil räumt sogar ein, unverifizierte Informationen weitergeleitet zu haben. Die Ergebnisse zeigen zudem eine deutliche öffentliche Unterstützung für gesetzliche Strafen gegen vorsätzliche Desinformation.

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Laut der Studie sind 91 Prozent der Deutschen bereits auf falsche oder irreführende Informationen im Internet gestoßen. Davon erinnern sich 74 Prozent konkret an Falschmeldungen im Zusammenhang mit der US-Politik. Gleichzeitig vermuten 41 Prozent, bereits KI-erzeugte Deepfakes gesehen zu haben, während 20 Prozent sich sicher sind, dass sie welche wahrgenommen haben.

Mehr als die Hälfte – 51 Prozent – gibt zu, Inhalte geteilt zu haben, ohne deren Richtigkeit zu prüfen. Weitere 41 Prozent stoßen regelmäßig auf Material, dessen Wahrheit sie nicht verifizieren können. Diese Herausforderungen spiegeln ein generelles Misstrauen wider: 63 Prozent empfinden es als schwierig, die Glaubwürdigkeit von Nachrichten einzuschätzen.

Die öffentliche Meinung spricht sich klar für rechtliche Schritte aus. Auffällige 87 Prozent befürworten, dass die Verbreitung von Falschmeldungen strafrechtlich verfolgt werden sollte, und 84 Prozent unterstützen Sanktionen gegen diejenigen, die gezielt Desinformation erzeugen. Die wahrgenommene Bedrohung ist deutlich: 89 Prozent halten Deepfakes für gefährlich.

Die Ergebnisse verdeutlichen die weit verbreitete Konfrontation mit irreführenden Inhalten und den Wunsch nach strengeren Maßnahmen. Die Deutschen unterstützen mehrheitlich rechtliche Konsequenzen für Desinformation – ein Zeichen für die Besorgnis über deren Auswirkungen. Gleichzeitig unterstreichen die Daten, wie schwer es vielen fällt, im Netz zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden.

Quelle