Deutsche Bahn investiert Millionen – sind die Züge jetzt wirklich sauberer?
Sami RöhrichtDeutsche Bahn investiert Millionen – sind die Züge jetzt wirklich sauberer?
Die Deutsche Bahn hat ihre Anstrengungen verstärkt, um Sauberkeit und Service in ihren Fernzügen zu verbessern. Das Unternehmen investierte in diesem Jahr zusätzlich 20 Millionen Euro, um anhaltende Probleme zu bekämpfen. Fahrgäste haben bereits Veränderungen bemerkt – die Züge sind sauberer, und die Bordservices wurden aufgewertet.
Seit Januar haben Reinigungskräfte 680.000 Toiletten gereinigt und rund 170.000 Müllsäcke gefüllt. Die Zahl der Mitarbeiter wurde verdoppelt: 220 Angestellte kümmern sich nun um die Reinigung der Züge während der Fahrt auf stark frequentierten Strecken. Spezialteams stehen zudem an großen Bahnhöfen wie München bereit, um bei dringendem Reinigungsbedarf einzuspringen.
Die Teppichreiniger bearbeiten mittlerweile wöchentlich eine Fläche, die sechs Fußballfeldern entspricht – zuvor waren es vier. Michael Peterson, Leiter des Fernverkehrs der Deutschen Bahn, bestätigte, dass diese Notfallmaßnahmen Wirkung zeigen. Dennoch bleiben einige Probleme bestehen, insbesondere bei den Kaffeemaschinen.
Allein in den ersten drei Monaten mussten 100 Geräte wegen Defekten ausgetauscht werden. Mobile Techniker konzentrieren sich nun darauf, die Bistroeinrichtungen funktionsfähig zu halten. Trotz der Fortschritte bleibt das Fehlen eines zuverlässigen Kaffeeservices eine der häufigsten Beschwerden der Reisenden.
Die zusätzlichen Investitionen und das verstärkte Personal haben zu sichtbaren Verbesserungen bei der Sauberkeit der Züge geführt. Fahrgäste berichten von saubereren Waggons und einem insgesamt besseren Service. Dennoch bleibt die regelmäßige Wartung der Bordeinrichtungen, wie etwa der Kaffeemaschinen, eine Herausforderung.






