Demokratiekonferenz in Koblenz: Wie Pressefreiheit und Meinungsbildung unsere Gesellschaft prägen
Sami RöhrichtDemokratiekonferenz in Koblenz: Wie Pressefreiheit und Meinungsbildung unsere Gesellschaft prägen
Die Universität Koblenz und die Stadt Koblenz richten am 24. Juni 2024 die dritte jährliche Demokratiekonferenz aus. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Entwicklung und der Schutz zentraler demokratischer Werte – mit besonderem Fokus auf Pressefreiheit und Meinungsfreiheit. Die Organisatoren haben den Termin bewusst gewählt: Die Konferenz fällt mit zwei bedeutenden Jubiläen zusammen – 175 Jahre seit der Revolution von 1848/49 und 75 Jahre Grundgesetz.
Die Konferenz findet von 9:00 bis 18:00 Uhr in Raum D 239 der Universität statt und steht allen Interessierten offen; eine Anmeldung ist über die Website der Hochschule möglich. In praxisorientierten Workshops werden aktuelle Herausforderungen thematisiert, darunter lokale Meinungsbildung, Medienmanipulation und investigativer Journalismus.
In wissenschaftlichen Vorträgen präsentieren Professor Wolfgang Bunzel und Professor Stefan Neuhaus ihre Forschungsergebnisse zu den demokratischen Traditionen der Rheinregion. Sie zeichnen nach, wie sich die symbolische Bedeutung des Rheins im Laufe der Zeit gewandelt hat: War er während der Revolution von 1848/49 noch eine nationalistische Grenze – besungen etwa in "Die Wacht am Rhein" –, wurde er später zum militaristischen Symbol, etwa bei der nationalsozialistischen Remilitarisierung 1936. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte er sich schließlich zum Zeichen demokratischer Erneuerung, verkörpert durch die Bonner Villa Hammerschmidt.
Den Abschluss des Tages bildet eine Podiumsdiskussion, die von Ingo Schneider, dem Kulturdezernenten der Stadt Koblenz, eingeleitet wird. Die Veranstaltung entsteht in Kooperation zwischen dem Kulturamt und Schulverwaltungsamt der Stadt und der Transferstelle für Philologie und Kulturwissenschaften der Universität.
Die Konferenz bietet eine Plattform, um demokratische Widerstandsfähigkeit in historischem und aktuellem Kontext zu diskutieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen sich damit auseinander, wie Pressefreiheit und öffentliche Meinung die politische Landschaft Deutschlands geprägt haben – und weiterhin prägen. Weitere Informationen und die Anmeldung sind online unter www.uni-koblenz.de/fachtag24 abrufbar.






