Daiichi Sankyo investiert eine Milliarde Euro in bayerischen Pharma-Standort trotz Politik-Kritik
Karl-Peter MöchlichenDaiichi Sankyo investiert eine Milliarde Euro in bayerischen Pharma-Standort trotz Politik-Kritik
Der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo hat Pläne bekannt gegeben, rund eine Milliarde Euro in den Ausbau seines Forschungs- und Produktionsstandorts in Pfaffenhofen an der Ilm in Bayern zu investieren. Die Entscheidung zählt zu den größten Einzelinvestitionen in der Unternehmensgeschichte – trotz anhaltender Kritik anderer Pharmaunternehmen an der deutschen Gesundheitspolitik.
Das Unternehmen, das jährlich etwa 11,5 Milliarden Euro umsetzt, betreibt in Pfaffenhofen sein größtes Werk außerhalb Japans. Benoit Creveau, Deutschland-Chef von Daiichi Sankyo, betonte, ein Stopp des Ausbaus komme nicht infrage. Gleichzeitig bezeichnete er den Entwurf für die geplante Krankenkassenreform als „enttäuschend“.
Anders als Eli Lilly und Boehringer Ingelheim, die ihre Investitionen in Deutschland zurückfahren, bleibt Daiichi Sankyo dem Standort treu. Creveau unterstrich, Deutschland bleibe ein zentraler Markt für die Branche. Ausschlaggebend für die Expansionsentscheidung seien zudem die engen Kooperationen mit Forschungseinrichtungen vor Ort, der Zugang zu Fachkräften und zuverlässige Zulieferer.
Die Investition wird die Präsenz von Daiichi Sankyo in Bayern deutlich stärken. Das langfristige Engagement des Unternehmens unterstreicht die strategische Bedeutung der Region. Das Werk in Pfaffenhofen soll künftig eine noch größere Rolle in den globalen Aktivitäten des Konzerns spielen.
