29 March 2026, 04:29

Dagmar Frederic kritisiert Einfallslosigkeit im deutschen Musikfernsehen

Eine Frau in einem schwarzen und weißen Outfit aus den 1950er Jahren singt fröhlich auf einer von einem Scheinwerfer beleuchteten Bühne und hält ein Mikrofon.

Dagmar Frederic kritisiert Einfallslosigkeit im deutschen Musikfernsehen

Dagmar Frederic, Schlager-Ikone mit über sechs Jahrzehnten Bühnenerfahrung, hat sich nun zum Zustand des deutschen Musikfernsehens geäußert. Die 80-jährige Künstlerin kritisierte die Gewohnheit, immer wieder dieselben Stars zu buchen – verteidigte aber gleichzeitig Moderatoren wie Florian Silbereisen und Giovanni Zarrella.

Frederic machte deutlich, dass sie den einzelnen Präsentatoren keine Vorwürfe wegen der mangelnden Abwechslung macht. Stattdessen verwies sie auf die Redaktionsteams als die eigentlichen Entscheidungsinstanz hinter der Gästeauswahl. Schon 2018 hatte sie in einem Interview betont, sie werde sich bei niemandem "anbiedern", um in eine Sendung eingeladen zu werden.

Trotz ihrer langen Karriere war sie selbst nie in Formaten von Andrea Kiewel oder Silbereisen zu Gast. Ihre Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Deutschland sucht den Superstar (DSDS) 2026 zu den letzten großen schlagerbezogenen TV-Formaten zählt – wenn auch in modernisierter Form.

Abseits der Fernsehdebatten bleibt Frederic aktiv: Mit bis zu 60 Live-Auftritten pro Jahr präsentiert sie ein Programm aus Schlager-Klassikern, Musical-Nummern und Chansons. Kürzlich sorgte sie zudem mit einer schlagfertigen Bemerkung über ihren Ehemann für Schlagzeilen.

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Zwar verstehe sie die wirtschaftliche Logik hinter den Wiederholungsbuchungen, doch das System könnte aus ihrer Sicht deutlich besser funktionieren. Ihre eigene Karriere beweist, dass man auch ohne die üblichen TV-Kreisläufe erfolgreich sein kann.

Frederics Aussagen spiegeln die anhaltenden Spannungen im deutschen Schlager-Fernsehen wider. Während DSDS als eine der wichtigsten Casting-Shows weiterläuft, bleibt die Branche in der Kritik wegen fehlender Gästevielfalt. Die Künstlerin selbst bleibt derweil eine aktive Bühnenpräsenz – und scheut sich nicht, klare Worte über das Geschäft zu finden.

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