08 May 2026, 00:35

DAAD-Präsident warnt: Private Hochschulen täuschen internationale Studierende

Logo der Universität Leipzig mit einem lila und gelben Wappen mit einem regal aussehenden Drachen auf weißem Hintergrund.

DAAD-Präsident warnt: Private Hochschulen täuschen internationale Studierende

Der Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Joybrato Mukherjee, hat Alarm geschlagen: Private Hochschulen würden internationale Studierende ausnutzen. Mukherjee warnte, dass einige Einrichtungen – insbesondere in Berlin – fragwürdige Studiengänge anböten, die die Erwartungen der Studierenden nicht erfüllten. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Deutschland mit fast 402.000 eingeschriebenen ausländischen Studierenden in diesem Wintersemester einen Rekord verzeichnet.

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Mukherjee wies auf ein wachsendes Problem hin: Viele internationale Studierende kämen nach Deutschland, nur um festzustellen, dass ihre gewählten Studiengänge den versprochenen Standards nicht entsprechen. Besonders betroffen sind indische Studierende, die mit rund 60.000 die größte Gruppe stellen. Er kritisierte Vermittlungsagenturen in Indien, die oft in einer rechtlichen Grauzone operierten und Bewerber:innen über Studienmöglichkeiten täuschten.

Der DAAD-Präsident hinterfragte, warum bestimmte private Hochschulen weiterhin staatlich anerkannt seien und wie einzelne Studiengänge die Akkreditierung erhielten. Er forderte deutsche Einrichtungen auf, die Zusammenarbeit mit diesen Agenturen zu beenden, und verlangte eine strengere Kontrolle der privaten Anbieter. Seine Kritik richtete sich vor allem gegen Programme, die Studierende mit falschen Versprechungen anlockten und sie nach der Ankunft im Stich ließen.

Mukherjees Warnungen erfolgen vor dem Hintergrund eines starken Anstiegs ausländischer Studierender: Mittlerweile sind in Deutschland über 400.000 internationale Studierende immatrikuliert. Doch hinter den Rekordzahlen verbergen sich weiterhin Bedenken, dass unregulierte Akteure Lücken im System ausnutzen.

Mit seinem Vorstoß setzt der DAAD die Behörden unter Druck, die Akkreditierungsverfahren für private Hochschulen zu überprüfen. Indische Studierende, als größte betroffene Gruppe, sind besonders gefährdet durch täuschende Rekrutierungspraktiken. Mukherjees Appell zielt darauf ab, weitere Fälle getäuschter Bewerber:innen und gebrochener akademischer Versprechen zu verhindern.

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